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Ich glaube, hier geht was.
Ich habe mich noch nicht.
Chaos im Radio und der Juli-Ausgabe.
Hörst du mich?
Nein, ich habe mich nicht.
Nein, du hast wahrscheinlich nichts.
Hallo, hallo, hallo.
Aber ich höre dich.
Du hast ein gutes Zeichen.
Okay, cool.
Wahrscheinlich muss ich nur noch rausfinden, wo ich deinen Kopf hochdrehe.
Alles gut.
Das ist ja ganz schön Chaos im Radio.
Wie immer.
So, Cyroxx, hörst du denn was?
Ja, ich höre euch.
Ich höre dich auch.
Du hörst ja alles.
Ja, das ist ja gut.
Na dann, lass uns doch anfangen.
Hallo.
Hallo.
Hallo, Cyroxx.
Hallo.
Hallo, Hannes.
Hallo.
Leider, wie ihr hört, ist heute der Knurps nicht dabei.
Der baut irgendwas ab.
Und wir grüßen ganz lieb.
Und sind furchtbar traurig, dass du nicht hier sein kannst.
Vor allem, weil ich jetzt hier die Regler schiebe.
Ich mache das gar nicht so professionell.
Du bist heute unser Master auf Disaster.
Genau.
Sehr gut.
Oh, und Kaukungen habe ich im Mund.
Alles super.
So, genau, wir sind Chaos im Radio.
Wir sind zu höherem Montags 21 Uhr.
Und zwar jeden zweiten Montag im Freien Radio Potsdam.
Auf UKW NABO, wo ihr gerade eingewählt habt.
88, irgendwas ist das immer.
88, 4 in Berlin.
Und in Potsdam auf 90,7 MHz.
Ach guck, und DAB plus?
Auf FRBB und 24/3.
Super.
Und wenn ihr das gehört habt, dann wollt ihr uns vielleicht auch Feedback geben.
Oder RadioACCC-P.org.
Oder auf Mastodon und ACCCP@caus.Social.
So, und jetzt, wo wir das hier abgearbeitet haben, können wir mit dem Chaos losgehen.
Oh, wisst ihr, was ich vergessen habe?
Wir spielen ja hier immer freie Musik.
Ja.
Und die lief ja auch Eingangs, um unser viel schlimmeres Chaos zu überdecken.
Und das war ein langer Instrumental-Track.
Wie immer aus dem Free Music Archive.
Deshalb unter einer Creative-Commerce-Lizenz.
Und das Ganze war von Koi Discovery.
So wie die Fische.
Okay.
Ein Lied namens "Interiorious.mp3".
Warte mal, ob das ".mp3" da wirklich zum Titel gehört.
Weiß ich nicht, aber steht hier so drin.
Genau.
Wir werden heute noch mehr aus dem Free Music Archive hören.
Aber das war es erstmal davon.
Genau.
Wo jetzt können wir Themen besprechen.
Was haben wir denn für Themen?
Themen, was haben wir denn für Themen?
Ich habe auf jeden Fall mal eine Sache notiert, die mir so ein bisschen zwischendurch mal durch die Finger kam.
Da müssen wir jetzt nicht so mega groß ausweizen.
Aber es gibt einen neuen Zahlungsdienst, der sich da "Vero" nennt.
Mit "W" wie Wilhelm Ero.
Der quasi eine neue Alternative zu PayPal sein soll.
Und zwar aus Europa stammt.
Nachdem sich Giro Pay nicht so wirklich durchgesetzt hat.
PayPal direkt.
PayPal direkt.
Oder quitt, was dann später Giro Pay Geld senden wurde.
Soll "Vero" jetzt der neue Zahlungsdienst sein, der vielleicht ein bisschen mehr Erfolg hat.
Das hatte ich bloß mal in den vergangenen Wochen so ein bisschen mitbekommen.
Und wollte das hier mal ein bisschen dropen.
Ich meine, grundsätzlich finde ich es durchaus gut und richtig, dass man nicht so ein Ökosystem hat, wo so ein Monopol irgendwie da ist.
Also zumindest in Europa oder vielleicht mindestens mal in Deutschland habe ich schon den Eindruck, dass irgendwie PayPal für alles irgendwie verwendet wird.
Wenn es irgendwie heißt "Hey, ich schulde dir Geld, ich schick dir mal Geld." Das ist ja gerade wieder eine schöne Fernsehwerbung drüber mit den Fußballern.
Du hast keine Spiele geguckt, okay.
Doch ich habe durchaus diesen Wettbewerb mit Fußball geguckt, aber da gibt man ja ein bisschen mehr Kontext.
Nein, da war glaube ich auch, jetzt müsste ich den Namen zusammenbekommen.
Ich habe Schweinsteiger und Fordolski und die waren halt dann immer so, "Ja, hier, du schuldest mir noch was." Und dann "Ach, PayPal ist einfach." Und da war ganz viel PayPal-Werbung über genau diesen Anwendungswahl.
Also ausnahmsweise mal kein chinesisches Unternehmen, das Werbung gemacht hat.
Weil das gab es nämlich auch.
Das gab es sehr viel.
Teemu, Teemu.
Das hat nicht so viel Markenproblem.
Ja, also ganz, ganz, ganz böse und wenig nachhaltige Dropshipper zum Beispiel.
Genau, aber das, wie gesagt, das mit dem WRO, das hatte ich halt irgendwie mal gehört.
Ich habe jetzt selber keine Erkenntnisse dazu, aber damit man es vielleicht mal gehört hat, da gibt es was Neues.
Und nein, das ist keine Empfehlung.
Aber wo kann man sich vielleicht mal anschauen, wenn man jetzt nicht nur auf PayPal oder andere Dinge setzen will?
Ja, zumal, genau, also es gab ja die...
Das ist übrigens auch wieder eine Initiative der Sparkassen- und Volksbanken im Wesentlichen.
Was auch immer so ein bisschen, glaube ich, das Problem ist, warum diese Projekte ein bisschen schwierig starten.
Weil halt jetzt Menschen, die bei Direktbanken sind, es gibt einige Direktbanken, bei denen viele jüngere Leute sind, weil sie halt dieses Filialsystem nicht mehr benötigen.
Und die sind auch hier jetzt wieder explizit nicht dabei.
Ein paar von denen sind wohl für die zweite Phase, aber einige haben sie auch noch gar nicht geäußert.
Und das heißt halt, die sind wieder komplett außen vor, zumindest im Beginn.
Was genau das Problem war, was auch PayDirect zum Beispiel hatte.
Ich weiß, ich habe eine Weile PayDirect benutzt und fand das gar nicht so verkehrt.
Aber ja, das wurde dann auch schnell wieder abgeschafft.
War ganz spannend, ich hatte einmal ein Problem mit PayDirect und habe einen Support-Ticket aufgemacht.
Und dann wurde mir quasi die Telefonnummer des Sachbearbeiters in irgendeiner Bank gegeben.
Und dann habe ich wirklich mit den Menschen geredet, der zumindest das System aufsetzt.
Wahrscheinlich nicht derjenige, der es implementiert, aber doch derjenige, der irgendwie direkt an der Quelle sitzt.
Das fand ich ganz spannend.
Aber daran hat man eben auch gesehen, wie wenig Menschen das benutzen.
Und ja, wäre schön, wenn da was anderes kommt.
Das nächste, was dann auf der Agenda steht, wäre ja der digitale Euro, wobei deren leicht anderen Einsatzzweck hat.
Und ja, dafür sollte man uns vielleicht mal irgendwie auf die Themenliste schreiben, das zu erörtern, was da so der Unterschied ist zwischen dem typischen PayPal und dem digitalen Euro und wofür das eigentlich sein soll.
Aber ja, wäre schön, wenn es mal einen Europäischen Dienstleister in Gelbe, sodass man nicht mal Geld über eine amerikanische Firma bringen muss.
Denn das hat ja auch eine gewisse Relevanz, wenn eine andere Nation sozusagen den Geldverkehr kontrolliert.
Und das ist ja leider bei den amerikanischen Unternehmen immer so.
Also ja, man muss es auch nicht generell an Nationen unbedingt aufhängen, aber ich sage mal so aus so einer Chaosdenke heraus, mit so dezentrale Systeme fördern und gegen Monopole sein, ist ja generell eine gute Sache.
Und deswegen ist es besser als so ein Monopole-Ökosystem.
Zumal mich ja auch noch zusätzlich ärgert, dass meine Bank, der ja Geld für ein Girokonto gebe, in der Regel eigentlich überhaupt nichts mehr für mich tut.
Weil das Überweisen und so weiter, wenn das nicht über Lastschriften stattfindet, sondern über PayPal oder das Kreditkartenunternehmen, hat meine Bank damit gar nichts mehr zu tun.
Also wofür gebe ich denen dann eigentlich noch Geld, nur damit sie mir die Zahl anzeigen?
Das ist ein bisschen komisch.
Ja.
Du Gini, zieh dir doch mal das Mikrofon 2 rüber.
Ich habe gemerkt, dass das Mikro gar nicht läuft, was du da vor der Nase hast.
Was ist das hier?
Oh ja, guck mal, wie schön wir deine Stimme jetzt hören.
Sogar einen Assistenten?
Ja, Mensch, perfekt.
Wahnsinn.
So besser?
Sobald ich ein bisschen besser hier habe.
Sehe ich zwar nicht mal in Laptop mehr, ah, warte, so ein großes Mikrofon.
Eine kleine Gini.
Ach, also ich kann hier noch sehen.
Also gar so.
Ja, ansonsten haben wir noch, haben wir zum Beispiel keine Schaltsekunde dieses Jahr.
Wie bitte?
Das musst du mehr ausholen.
Also dieses Jahr wird es wohl keine Schaltsekunde geben.
Was ja?
Also Schaltsekunden generell sind ja immer ein Problem.
Also vielleicht ist es nicht so direkt im Alltag bemerkbar, aber für so Computersysteme ist es immer schwierig.
Eine Sekunde mehr außer der Reihe gibt dafür zwar Protokolle und auch Datenbanken, in denen das vorgemerkt wird.
Aber es bringt immer Probleme mit sich, wenn man halt so kontinuierlich voranzählen will und dann irgendwie rechnen will, okay, wie viele Tage sind da jetzt und wann sind Dinge nacheinander gelaufen.
Schaltsekunden sind immer ein Thema.
Großunternehmen wie Google beispielsweise haben dann schon irgendwie angefangen, sich da Alternativen zu überlegen, dass diese Schaltsekunde über den Tag verschmieren in Anführungsstrichen.
Aber dieses Jahr wird es keine Schaltsekunde geben.
Das ist vielleicht eine Sache, über die man sich vielleicht freuen kann, zumindest aus IT-Sicht.
Ich glaube dafür wird der Drift ein bisschen größer.
Also das Problem ist ja hier irgendwie, dass Tage nicht gleich lang sind und das tatsächlich auch minimal schwankt durch gewisse astronomische Faktoren.
Und man halt immer mal korrigieren muss, damit zwölf Uhr weiter Mittag bleibt.
Und genau dazu gab es die Schaltsekunde und es gibt da wie gesagt, ja, wie du schon gesagt hast, mit dieses Komitee, was darüber entscheidet.
Und ich glaube, diesmal, wenn sie sich irgendwie verstritten haben, sie entschieden, okay, wir machen das nicht.
Aber das ist jetzt nicht, weil der Tag grad tatsächlich 24 Stunden lang war, sondern weil sie einfach gesagt haben, ist uns jetzt mal temporär ein bisschen egal.
Die Schaltsekunde macht mehr Probleme, als die Gutes tut.
Und deswegen gibt es die wohl dieses Jahr nicht.
Ja, ganz interessant.
Wenn man sich so manche Spezifikationen und Programmiersprachen anguckt, wo es spezielle Time-Zeitformate gibt, ich weiß noch, dass ich das erste Mal gesehen habe bei meiner Konfrontation mit PHP-Zeitdatentypen.
Und da steht halt immer drin, ja, die Stunde ist, der Stundenwert darf sein zwischen 0 und 24.
Der Monatswert zwischen, Tageswert zwischen 1 und 31.
Und der Minutenwert zwischen 0 und 61.
Und der Sekundenwert auch zwischen 0 und 61.
Oder 62 sogar, weil theoretisch könnten zwei Schaltsekunden in einer Minute sein.
Ja.
Ganz wild, ganz wild.
Und ja, das will man alles.
Also überhaupt Zeit, damit will man in Programmiersprachen gar nichts zu tun haben.
Zeitzonen, die sich ständig verändern, furchtbar.
Ja, also ich sage immer, es gibt glaube ich zwei Sachen, die werden uns noch sehr, sehr lange verfolgen in der IT.
Das eine ist halt so Rechnen mit Zeit und gerade auch so Zeitzonen, Schaltsekunden und ähnliche Dinge.
Und das andere sind so Zeichenkodierungen.
Oh, Zeichenkodierungen.
Wobei es dafür ja zumindest gefühlt eine Lösung gibt, die wir einfach noch nicht durchgängig implementieren können.
Ich weiß nicht, ob UTF-8 tatsächlich noch Sachen hat, die nicht alles abbilden können.
Aber meines Wissens ist eigentlich alles drin.
Das Problem sind nur halt die alten Systeme, die UTF-8 noch nicht nutzen.
Naja, japanische und chinesische Zeichen und so, sind glaube ich eher in UTF-16.
Also, müssen wir mal gucken.
Ich dachte, war nicht der Unterschied, dass UTF-8 beliebige Länge hat und UTF-16 hat die festgelegte Länge.
Nein, also so rum.
Also UTF-8 ist halt beschränkt auf bis zu vier Beide.
Und 16 bis bis bis 8.
Das müsste ich nachgucken.
Bis viele Beide.
Ah, okay.
Na gut, okay, haben wir das also auch noch nicht gelöst, herrlich.
Die Lösung für das Zeitproblem war ja in den 90er Jahren verfügbar.
Die Swatch Time, könnt ihr euch noch erinnern?
Nee, ich habe noch mal ein Wikipedia-Artikel dazu gelesen.
Also da hat der Urenhersteller Swatch, ich weiß nicht, ob es die noch gibt.
Ich glaube, es war sogar ein Schweizer Urenhersteller.
Exakt, ja.
Die haben damit geworben, dass sie das mit der Zeit gelöst haben.
Sie haben einfach angefangen, wie die Unix Time.
Wir haben einfach einen bestimmten Datum angefangen, Sekunden zu zählen und das ist dann nicht mehr astronomisch korrekt, sondern das sind einfach nur noch Sekunden.
Und die sind fortlaufend, sind weltweit gültig.
Alles andere haben sie sich gespart.
Tage und Quatsch braucht keiner.
Du musst einfach nur die Sternzeit angeben.
Na ja, also Tage jetzt nicht unbedingt, aber man hat dann einfach gesagt, okay, jeder Tag wird einfach in 1000 Beats unterteilt.
Oder so, ja, ja.
Und ausgehend von der Beal Mean Time, weil es Swatch halt in Beal sitzt.
Und dann, wenn du halt sagst, okay, ich treffe mich mit meinen Leuten um 400 Beats, dann ist das für alle Menschen auf der Welt halt einfach derselbe Zeitpunkt, weil alle dann dieser Swatch Internet Zeit folgen.
Also der Gedanke war so ein bisschen, diese Zeitzonen sind mega kompliziert und sowas von gestern lasst uns einfach um 400 Beats treffen.
Und dann ist halt klar, wann das ist, weil alle derselben Zeit folgen.
Aber hat sich irgendwie nicht so ganz durchgesetzt.
Komisch, verstehe ich gar nicht.
Also es ist ja ein Problem für eine eher kleinere Gruppe von Leuten.
Was?
Also das, die ist direkt betrifft, möchte ich sagen.
Also indirekt betrifft uns alle, keine Frage.
Aber wer schon mal ein Meeting in Dublin aufgesetzt hat, was er dann aber erst in der Woche drauf in Berlin ausführen wollte, der hat gemerkt, dass er das Meeting verpasst hat.
Was?
Eine Woche später was?
Also du willst dich nächste Woche, du bist gerade in Dublin und möchtest dich aber nächste Woche 14 Uhr mit jemandem in Berlin treffen, lädt ein zu diesem Meeting für 14 Uhr nächste Woche, dann bist du aber nächste Woche in Berlin und der Kalender war clever und hat gesagt, naja, du warst ja vorhin noch in der anderen Zeitzone, deswegen triffst du dich natürlich um 13 Uhr.
Also es ist so ein geschäftsreisenden Problem.
Eigentlich um 15 Uhr triffst du dich dann aber ja.
Sie sind eine Stunde zurück zu uns.
Also könnte man sich jetzt überlegen, ob das Problem der schlaue Computer ist oder der Mensch, der diesen Kalender bedient.
Also zumindest ich sage mal so, ich habe im Moment auch viel mit indischen Kollegen zu tun und bin da sehr dankbar drüber, dass ich einfach, wenn ich einfach von vornherein einstellen kann, okay, bitte berücksichtige die Zeitzone immer mit und dann steht das halt bei mir immer auf Berlin, Deutschland irgendwie und dann wird es aber bei denen halt immer zur richtigen Zeit angezeigt und ich dann auch die Möglichkeit habe in meinem Kalenderprogramm quasi beide Zeitzonen anzuzeigen, das ist schon sehr hilfreich.
Genau, also solange das Mapping konstant ist, das heißt also entweder du bist immer in derselben Zeitzone, dann funktioniert alles gut und solange sich die Zeitzone nicht ändern, funktioniert alles gut.
Aber wenn halt eine eher unstehtige Regierung entscheidet, nee, morgen machen wir das nicht mehr mit den Zeitzonen, dann ist das ja.
Du meinst so wie Russland vor zwei Jahren oder so, haben die ja glaube ich mal gesagt, okay, wir gehen jetzt nicht mehr von der Sommerzeit zurück, wir bleiben jetzt einfach in der ewigen Sommerzeit.
Das hat die Menschen, die die Zeitzone-Datenbank, die TZDB pflegen, hat das so ein bisschen in Schwierigkeiten gebracht, weil das ist eine kleine eingeschworene, sehr agile Community, also die hat dafür Sorgen, dass auf euren Rechnern und Telefonen das auch alles irgendwie funktioniert mit den Zeitumstellungen, aber jetzt irgendwie mit zwei Wochen Vorlauf oder so, also die offiziellen Meldungen mitzubekommen, das einzubauen und dafür zu sorgen, dass das in allen Betriebssystemen, in jeder Software dann zur Verfügung steht als Update, ist schon echt sportlich.
Also da ist dann auch wieder diese Mischung aus Politik und irgendwas mit Software ist da echt hart.
Ja, das ist eine der Situationen, wo man nicht, dein Computer fragt nicht jedes Mal irgendein Internet-Service, wie sind denn gerade die Zeitzonen, sondern du lädst ja aktiv dieses Ding runter, also wer jetzt in Linux benutzt wird, ab und zu sehen, dass sich dieses TZ-Data-Paket updated und das sind eben genau die kommenden Zeitzonenänderungen, die da drin stehen.
Und genau, also Russland hat das gemacht, wobei das war noch relativ, also das hat viele Menschen betroffen, deswegen war es sehr auffällig, es gibt aber viele, viele Regierungen, die aus politischen Gründen gerne mal sagen, nee, das mit den Zeitzonen, wir stellen jetzt unsere Uhr in 23 Minuten vor, weil es war auch immer religiose Gründe oder gefällt uns besser.
Und dann wird die Regierung gewechselt, innerhalb von zwei Wochen, weil es einen Umsturz gab und das wird dann wieder zurückgerollt und dann haben die TZ-Data-Leute ziemlich viel zu tun, aber es betrifft halt nur relativ wenige Menschen in dem Fall, weil das häufig in Regionen passiert, wo wirtschaftlich vielleicht nicht so viel los ist.
Aber trotzdem gibt es immer was zu tun, was das dann geht.
Ja, es ist auf jeden Fall spannend, wenn man sich da mal so ein bisschen reinnerden will, da kann man anhand der Time Zone Database, kann man da auf jeden Fall so ein bisschen nachvollziehen, was politisch irgendwie so abgeht, sag ich mal.
Also es hat auch wirklich relevante Auswirkungen, zum Beispiel, wenn man sich mit Datenbanksystemen beschäftigt und da den Datentyp für seine, weiß ich nicht, Lieferzeit oder so was bestimmt, dann gibt es häufig sehr viele verschiedene Datentypen und einer davon sagt, na ja, eigentlich, hier will ich nur Daten nach 1970 eintragen.
Dann wird einfach die Unix-Time benutzt.
Das ist ein sehr kleiner Zeitdatentyp und da passiert auch wenig, wenn man den benutzt, weil wenn du da zwei Zeiten vergleichst, dann wirst du dir aber, okay, Unix-Time, werde ich o-rechnig um- und vergleich die beiden.
Wenn ich aber sage, nee, ich will hier den historical timestamp, wie auch immer der heißt, dann guckt da in der Datenbank jedes Mal, wenn du den Zeitstampel anfasst, ob das jetzt irgendwie im juliagischen oder im griegao-rianischen Kalender ist.
Ja.
Und das wirst du vielleicht gar nicht, wenn es eigentlich nur um dein Datenbank von Bestellungen geht, wo wahrscheinlich keine vor 1400 Clips abgesendet wurde.
Ja, das finde ich, also es hat schon auch reale Auswirkungen.
Aber wenn ich um 1492 was bestellt habe aus den USA.
Und das ist immer noch nicht da.
Was?
Vielleicht was Tee?
Nee.
Das war später, ich weiß.
Tee?
Absolut Tee.
Anders aus U.K.
Tee-Party.
So, ja, also rechnen mit Zeit macht Spaß.
Wenn ihr mal Spaß haben wollt oder leidensvolle Geschichten hören, dann fragt mal jemanden, der mit Daten und Datenbank zu tun hat, wie rechnen mit Zeit, wie viel Spaß das macht.
Oder auch manchmal nicht.
Ja, es ist Zeit für ein bisschen Musik, haben wir Musik, vielleicht?
Ja.
Und es ist so fast wie Hälfte.
Mein Musik, mein Musikrechner.
Oh, Entschuldigung, ja, dann müssen wir noch mal drüber.
Ja, man, wie strecklich es ist, mit Zeit zu rechnen.
Hatt ich vor ein paar Jahren auch.
Da muss ich einfach nur den Abstand zwischen zwei Zeitstempeln zu berechnen.
Ich habe mich so dumm dabei angestellt.
Nee, pass auf, müssen wir jetzt nicht drüber reden.
Gut.
Weil, ich habe den Musikrechner in der Hand.
So richtigen Zeit.
Wir hören weiter aus dem Free Music Archive.
Einen Kützer, den wir öfter hören, war eine Künstlerin.
Nämlich Ketza.
Diese Woche auf Platz 1 in den FMH-Charts.
Wie immer in der Creative Commons-Lizenz Ketza Normal is.
Nee, ich muss auch nur aufziehen.
Was der Knob sonst alles macht.
Zurück und der Hannes.
Ach nee, wir haben die Musik ja schon angesagt.
Aber ich höre mich schon wieder nicht, bin ich da?
Hört ihr mich?
Du solltest da sein, ja.
Hört ihr mich?
Weil ich höre mich irgendwie nicht.
Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen taub.
Aber ich höre mich hier, linkes Ohr, linkes Ohr.
Alles cool.
Kommt zurück mit einer kleinen Nachricht oder eher einer Warnung.
An alle Second Factor Authentication Nutzer, die Authie von Thilio benutzen.
Was ja erstmal ein gutes Ding ist, weil Second Factor Authentication ist immer gut.
Und mal kurz noch mal zu sagen, was das ist.
Das heißt, wenn du dich irgendwo einloggen willst, jetzt hört man mich.
Mit deinen Login-Daten heißt es, du brauchst einen zweiten Faktor.
Also meistens ein Code, der auf deinem Handy entweder dir zugeschickt wird oder mit einem Generator generiert wird.
Und Authie ist eben so ein Service, wo du halt diese ganzen Generatoren eben speichern kannst.
Im Fall, wenn du z.B.
den Handy verlierst, dann trotzdem noch Zugriff auf diese ganzen Token sieben hast.
Ist mir auch schon mal passiert und hat mir den Arsch gerettet.
Aber jetzt ist es halt passiert, die sind Opfer eines Betabrisches geworden.
Und ungefähr 33 Millionen Nutzer sind betroffen.
Aber angeblich wurden nur die Telefonnummern eben erbeutet.
Und die Nutzer.
Es ist trotzdem doof, weil natürlich jetzt der Angreifer weiß, dass du ...
also er weiß ja nicht Telefonnummer, das ist blöd.
Dann weiß er ja auch, dass du Second Factor Authentication nutzt und das auch bei Authie halt machst.
Also es wäre halt ein schöner Fall, um halt ein paar Fishing-E-Mails oder so was zu schreiben oder halt anzurufen und sagen, hey, wir sind von Twilio und wir brauchen mal diesen Code für das, das und das oder so.
Deswegen nur als kleine Warnung.
Jetzt bist du dir selbst gewarnt.
Im Sinne von, oh, Authie hatte vor kurzem ein kleines Datenleck.
Hier ist der Link, wo du deine 2-Faktor-Authentifizierung zurücksetzen kannst.
- Ja, genau, so was halt.
Also ich scheine bestimmt auch betroffen zu sein, weil ich habe heute extrem viele Spam-Text wiederbekommen.
Also so irgendwie 20 oder so was.
War aber alles DHL-Zeug, keine Ahnung.
Aber ich meine, Daten sind Daten, ne?
Nein, bei mir kamen auch viele und ich bin nicht bei Authie.
Okay, vielleicht ist der Facebook-Leak vor mehreren Jahren vielleicht auch das keine Ahnung.
Aber heute kam richtig viele Spam, SMS.
Aber nur so als deine Warnung, man kann jetzt nix machen, scheint nur an Anführungszeichen, die die Telefonnummer betroffen gewesen zu sein.
Aber wenn man das weiß, kann man ja noch mal ganz anders darauf reagieren, als wenn man das bitte nicht weiß.
So, und nur einmal kurz, der Service ist so, dass die deinen 2-Faktor-Authentication-Connections da speichern.
Also du kannst ja deinen...
Es ist verschlüsselt mit einem Passwort eben.
Also das ist auch auf Ihrer Seite ein Criplet, sagen Sie zumindest.
Aber du hast dann halt quasi in der Cloud alle deine...
Heißt es Token oder Generator, ich weiß nicht, wie es richtig heißt, dann eben verfügbar.
Okay, also du machst Authie auf und da stehen dann...
Da stehen alle meine Dinger drin, genau.
Ah, okay, alles klar.
Und das ist halt, sonst sind die immer so recht lokal und mir wurde vor vier Jahren mal das Handy geklaut und da war es echt gut, dass ich sie dann relativ schnell wieder auf alle Sachen Zugriff hatte, weil eben Authie das wusste.
Also praktisch ist es schon, es hat dann nur durfeln, so was passiert.
Ja, und von wegen, man kann ja nix machen.
Na ja, also, die Daten sind erstmal weg, aber was natürlich bei so was immer im Raum besteht, inwiefern man da rechtlich gegen Authie gegebenenfalls vorgehen könnte, um dann zumindest noch ein bisschen Entschädigung zu bekommen.
Also das ist ja jetzt gerade zum Beispiel beim Facebook-Daten-Lag oder Twitter-Daten-Lag, also da hat es zum Beispiel auch immer so ein Thema.
Es gibt auch einige Anwälte, die da so ein bisschen...
Also das ist völlig wertungsfrei gemeint, die da auch ein bisschen, das so ein bisschen als Geschäftsmodell haben.
Hier, wenn ihr teilt das Twitter-Daten-Lag oder Facebook-Daten-Lag seid, meldet euch hier an und dann kriegt ihr halt entweder sofort Geld oder wir gucken uns Musterfälle an und klang die für euch durch.
Also, dass man jetzt gar nix machen kann, das stimmt so nicht ganz, aber...
Ich meine, jetzt lassen wir jetzt sofort.
Ja, und immerhin hat die Firma das halt auch recht schnell kommuniziert.
Das finde ich auch halt sehr gut, weil vor ein paar Wochen kam halt auch ein anderes Identity-Leak raus von einer Firma, ich weiß nicht, wenn man sie ausspricht.
Ich denke, es heißt Authentics.
Das ist ein großer Dienstleister für sehr viele große Tech-Firmen, gerade in den USA, wenn man halt einmal wissen muss oder will wegen welchen Gesetzen wer eigentlich der Nutzer ist.
Also da können die Leute oder müssen dann eben die Leute ihre Personaldaten hochladen, Fotos vom Ausweis und so was.
Und da gab es auch gelegte Zugangsdaten von irgendeinem Mitarbeiter, die sich für ungefähr ein Jahr in irgendwelchen Chat-Gruppen halt rumgetumelt haben und wo die Firma bis heute sagt, dass da eigentlich nix passiert, obwohl halt von Hackern gegenteilige Berichte vorliegen, wo halt eben wirklich Personal...
Also das war ja in den USA, also vielleicht Führerscheindaten oder halt ID-Daten eben halt rausgelesen werden konnten.
Und das ist dann halt schon richtig scheiße, ne?
Ja, total.
Wie das halt immer so ist, meistens sind das ja dann auch irgendwelche Start-ups, die halt irgendwie digital und agil und sonst was sind, wo dann aber Sicherheit, also ich will es nicht sagen, nicht großgeschrieben wird, aber wo halt aufgrund der Geschwindigkeit dann doch manchmal so ein bisschen so eine kleine Lücke ist.
Ich hatte erst heute wieder die Diskussion mit jemandem, der meinte, oh, ich wollte mir ein Banticket kaufen per Lastschrift und wurde dazu aufgefordert, mich zu identifizieren.
Oh, das ist auch...
Die Deutsche Bahn.
Ein Bankkonto, das die Person schon länger dafür verwendet, also das ist jetzt auch nicht zum ersten Mal.
Und entweder du sollst halt irgendwie ein Foto von deinem Perso und ein Selfie irgendwie hochladen.
Und halt nicht bei der Bahn.
Oder du...
Sondern bei einem Drittanbieter.
Bei Verimi, die ja auch nicht gerade die größte...
Wie heißt das?
Reputation haben.
Womit wir übrigens wieder bei PayPal sind, ne?
Ja, genau.
Also entweder, wie gesagt, du sollst entweder so letzten ein Foto von deinem Perso und irgendwie ein Selfie hoch.
Oder du gibst deine Bankdaten bei Verimi ein, um deinen Bankkonto zu finden.
Ach so, sprich mir das aus, Scheiße.
Ich hebe keinen Anspruch auf die Richtigkeit der Aussprache.
Ich weiß das auch nicht.
Also in beiden Fällen hat mich schon in erster Linie gestört, um das zu machen, muss ich eine weitere App auf meinem Telefon installieren.
Ja.
Von X, Firma X, wo ich immer so denke, was habt ihr denn geraucht bei der Bahn?
Also ich vertraue euch ja, wenn ich jetzt der Deutsche Bahn sagen muss, ich soll da meinen Ausweis bei denen hochladen, dann würde ich dann noch eher sagen, okay, als bei irgendeinem Dienstleister, aber ich nicht mal weiß, wie man den ausspricht.
Ja.
Und da halt irgendwie, also das hat mich so genervt und ich bin mir sicher, dass ich von diesem Konto, wie dein Gesprächspartner, deine Gesprächspartnerin auch, habe ich mehrere 10.000 Euro an die Bahn überwiesen, über die letzten 5, 6 Jahre.
Und auf einmal wollen sie, dass ich mich verifiziere.
Was soll das?
Also wirklich.
Ja, also mir ging das beim Deutschland-Ticket so.
Und dann, weil da gab es dann inzwischen mehr Einstrengungen, das der Name und so weiter.
Und es gab irgendwie auch noch einen Link, ohne die Véremie-App zu machen.
Aber der führte so in der leeren Seite und da ging nicht.
Also man war dann echt gezwungen, das damit zu machen, weil ich brauche halt auch schnellen Ticket, das ist ja oft so, du wirst ja irgendwie schnell ein Ticket dir klicken.
Und das ging auch nur die, dann gibt es ja auch noch dieses Shady-Ding, von wegen, dass du dich mit den Bahn, nee, Bank-Taten einlogst, so.
Ich dachte erst, na gut, ich habe jetzt hier so ein Konto, das will ich eh löschen, nehme ich doch das.
Aber nee, es musste genau das Konto sein, mit dem du auch dann, dass du bezahlst, natürlich hätte ich auch drauf kommen können, aber war halt so ein bisschen, ja.
Aber schön, dass du mal ein bisschen Monkey-Testing machst, dass du mal in dem Konto Daten eingeführt hast.
Ja, also ich habe es daran gemacht, weil ich habe dann auch gesehen an den Zugriffstrechten, dass die nur für 24 Stunden, aber immer, aber trotzdem halt diese Zugriff zusammen und angeblich halt auch nur den Namen rausgelesen haben.
Aber ja, schönes Anders, ne?
Also.
Mir ist es natürlich am Bahnsteig passiert.
Ja, siehst du?
10 Minuten vor Abfahrt das Zugriff, und ich dachte halt, nee, nee, ehrlich nicht.
Und dann zahl ich halt per PayPal, ne?
Ja, aber dort schon, Ticke ging gar nicht.
Also da ging es halt nicht mitzahlen, sondern es ging darum, um dich auszuweisen quasi.
Und da warst du echt gezwungen und es gab keinen anderen Weg und ich habe auch mit einem Kollegen von mir gesprochen, der hatte das Problem auch, er hat dann 2x1 bezahlt, weil er 1 irgendwie lokal gekauft hat, was dann ewig nicht kam, irgendwo in Bayern.
Und dann hat er noch mal ins Online gekauft, und dann hatte er 2 und keiner wollte zurückerstarten.
Das hat total bescheuert.
Ja, super.
Ja.
Verimi war übrigens eines dieser Unternehmen, das sich durch so ID-Wallet-Geschichten hervorgetan hat.
Ah, daher kennt man den.
Also da hatten wir ja auch mal eine Folge zu.
Also schaut da gerne mal nach, auf radio.cc-p.org.
Da findet ihr eine Folge zu ID-Wallet zum Beispiel.
Also Verimi geht leicht nicht ganz so empfehlenswert als vertrauenswürdiger Anbieter.
Passend, dass man im Hintergrund gerade die Deutsche Bahn gehört.
Das fängt fast auf die Odeck.
Aber das ist halt auch mal so blöd, ne?
Ich meine, wir haben ja diesen elektronischen Ausweis, und es gibt es ja alles.
Aber trotzdem macht jeder so sein eigenes Söbchen.
Also bei meiner Krankenkasse musste ich mich autotransfizieren und brauchte noch einen anderen Provider.
Ich habe noch eine App dafür.
Wo ich denke, mein Handy kann dieses Ding auslesen.
Gibt es da keine Universalschnittstelle, dass sie das dem einfach schicken oder so?
Das kann doch nicht sein.
Also grundsätzlich geht das.
Aber es ist halt nicht so offen.
Und es ist teuer.
Und du musst da irgendwie sich Anträge einreichen, damit du ein authentifizierter Anbieter, die es das jenes bist.
Ja, es ist kompliziert.
Das wird sicher sein.
Und deswegen wird das mit ganz vielen Touren abgesichert.
Ich hatte sowohl die Anfrage bei der Rentenkasse, wieviel ich da eigentlich eingezahlt habe.
Das war ein paar elektronischen Auswahl.
Hätte ich ans Handy ran.
Und die Kfz-Steuer-Geschichten gehen auch damit.
Also die staatlichen Sachen gehen gut, aber die Krankenkasse ist dann schon wieder zu weit weg.
Da gibt es auch eine Variante, aber du brauchst die Krankenkassen-App, die dann das wiederum nimmt.
Und ich glaube, da war ich in so einer Deadloop.
Ich brauchte die Krankenkassen-App und noch eine andere ID-Wallet, in der ich dann den Auswahls eingelesen habe.
Oder haben sie das überhaupt gelesen?
Vielleicht, ich weiß es gar nicht mehr so genau.
Und die, die das dann wieder an die Krankenkasse geschickt haben.
Und das war dann noch viel lustiger, weil dann brauchte ich die letzten drei Ziffern oder so bei einer Chipkarte.
Und dann gibt die so einen, der so ist falsch, ist falsch, ist falsch.
Und dann habe ich mal dann doch den Poststapel der letzten 6 Monate durchgeackert.
Und dann kam dann doch irgendwann mal eine neue Chipkarte.
Die ich gar nicht auf den Schirm hatte, weil meine irgendwie noch bis Ende des Jahres galt.
Und das war halt noch irgendwie vier Monate entfernt oder so.
Dann kommt es ja nicht drauf.
Und dann habe ich die gefunden und dann konnte ich die echten letzten 3 Ziffern eingeben.
Aber es war ein bisschen ein Krimi, doch, doch.
Aber es ist ja cool, jetzt kann man so seine Online-Krankschreibung endlich auch mal einsehen und so.
Das ist ganz nett.
Aber auch da hatte ich das Problem übrigens wieder, als ich eigentlich wissen wollte, ob das ...
Also du hast ja, ich glaube, wir hatten das Thema schon, dass ein Erezept 2 Tage braucht, bis es durch die Faxgeräte gelaufen ist.
Und ich hatte genau das Problem, dass ich jetzt bevor ich loslaufe, weil ich an diesem Tag noch meinen Rezept, meinen Medikament brauchte, wissen wollte, ob sich es denn lohnt, zur Apotheke zu gehen.
Und dann habe ich festgestellt, also es hätte sich jetzt gelohnt, zur Apotheke zu laufen, jetzt zurückzukommen, dass es so schnell gegangen wäre, als mich mit diesem Konsens auseinanderzusetzen.
Oh nein.
Ich glaube, ich habe auch mittlerweile wieder vergessen, ob es geht und wie es geht.
Und wenn ich mich recht erinnere, war es immer nur irgendwie für eine Woche gültig oder so.
Danach muss man es wieder machen, was auch immer man beim ersten Mal gemacht hat.
Na ja.
Ja, das wird den Erezept habe ich noch nicht ausprobiert.
Aber halt mit ERO, das sieht man ganz gut in der App.
Das finde ich ganz praktisch.
Und erstattung ging super schnell mit meiner Krankenkassen-App.
Das fand ich auch sehr gut.
Okay, aber das geht glaube ich auch ohne.
Das geht ohne irgendwelche elektronische...
Ja, aber es ging halt schneller, ich wollte schnell mein Geld abwecken.
Nee, ich meine, das geht ohne, dass du dich da irgendwie verifizierst.
Ich glaube, das geht einfach nur, indem die dir einen Brief schreiben und dir sagen, hier ist jetzt dein Zugang zu einer App.
Ich muss es trotzdem noch mal machen, aber keine Ahnung.
Vielleicht ist meine Krankenkassen sehr...
Ja, ich denke auch, dass es jeder anders macht.
Aber es ist ja wieder doof, weil alle irgendwie das Rad neu erfinden.
Oder halt jeder hat einen anderen Dienstleister, das heißt...
Also doch wieder lieber Monopol.
Ja, ich wollte grad sagen, dezentrales Chaos.
Ja, also...
Ich meine, wenn es halt irgendwie so eine Schnittstelle gibt, wie an einem Perso oder so.
Warum brauche ich einen externen Leister dafür?
Also, ich meine, es fängt ja schon damit an, gibt es sowas wie offene Standards?
Ja, nein, vielleicht, ne?
Also, es können ja durchaus unterschiedliche Anbieter sein, meinetwegen, aber nutzen sie dann wenigstens ungefähr denselben Standard.
Da fängt es halt schon teilweise an, dass es sich, wenn es sich so ähnlich anfühlt, wenn sie die ähnlichen Authentifizierungen irgendwie verwenden, dann macht das schon durchaus Dinge einfacher, als wenn jeder wirklich so komplett sein eigenes Übchen kocht.
Ah ja, aber also, ich habe so ein kleines bisschen aus eurer Unterhaltung rausgehört.
Es ist nicht alles schlecht, es gibt auch positive Seiten, aber manche Sachen sind auch einfach echt schlecht.
Also, ich meine, wir haben ja der CCC halt ja auch eine Positionierung zu dem elektronischen Perso, aber ja, zumindest funktioniert da halbwegs mit den Dingen, mit denen er funktionieren soll.
Ja, aber dann halt auch nicht übergreifend genutzt.
Naja, gut, auf zu anderen ekligen Themen.
Katsch, abhofter Katt, Brücke abgerissen.
Da hat man ja schon gar keinen Bock mehr.
Nein, aber wenn ich hier nur die Überschrift lese, die du ins Bett geschrieben habt, da habe ich schon keinen Bock mehr.
Also, wir kommen von windigen Unternehmen, die irgendwie Identitäten haben wollen und für uns verwalten wollen, zu was ganz Schönen, so einer Fußball-EM, so einer Fußball-EM, wo gar nichts schieflaufen kann, weil ja, gerade auch insbesondere die Sicherheitsbehörden, also vielleicht sollte ich zwischendrin sagen, ganz große Anführungszeichen und ganz viel Ironie, das überträgt sich immer so schlecht.
Also, es läuft ja aktuell immer noch die Fußball-EM hier bei uns in Deutschland und das ist natürlich auch für die Sicherheitsbehörden ein großes Thema.
Und es gibt natürlich auch so ein paar Berichterstattungen über die Einsatzzentralen, wo alle Daten zusammenlaufen, damit nichts passieren kann, was auch immer vielleicht passieren könnte.
Hoffentlich passiert nichts.
Aber so eine Sache, die Menschen aufgefallen ist, war vor kurzem das in, ich glaube, in der Einsatzzentrale in Bayern, haben sie da so einen kleinen Videobericht gezeigt, wo unter anderem zu sehen war und auch so ein bisschen erklärt wurde.
Also, ja, hier sehen wir in Echtzeit die Position der Fußball-Fans und übrigens da kann man ganz gut sehen die S-Bahn in München, weil da ist der Verlauf, da sind halt irgendwie mehr Fans unterwegs.
Jetzt könnte man sich die Frage stellen, also was genau, auf welcher Datengrundlage passiert das denn eigentlich?
Und da haben Menschen sich das mal so ein bisschen angeschaut und stellt sich raus, das ist aufgrund der Ticket-App der UEFA.
Also, wenn ihr die Ticket-App installiert habt, weil ihr ein Ticket habt für eines der Fußballspiele und ihr habt eine Ticket da drin, dann wird eure Position live und in Farbe potenziell den Sicherheitsbehörden zugespielt.
Also, zu ihrer und unserer Sicherheit zur Verbesserung der Servicequalität der Sicherheitsbehörden wird ihr Standort gerade live aufgezeichnet.
Also wie man gemaps nur nicht so anonymisiert ist.
Ja, das ist ja bestimmt nur anonymisiert, die Standortdaten.
Ja, bestimmt nicht.
Also, und das ist natürlich auch in den Sicherheits-, in den Datenschutzbestimmungen.
Du hast ja da deine Zustimmung gegeben, also sehr wild.
Ja, gut, da fragt die UEFA-App bei der Installation schon, "Hey, darf ich auf deinen Standort zugreifen?" Und die meisten klicken ja auf "Ja", weil das meistens auch heißt, die will einfach nur wissen, wie es weder anheißt oder so.
Ja, oder vielleicht hat sie einen, der wiegt zum nächsten Stadion-Funktion auch noch, mit dem es irgendwie pausibel erscheint.
Aber trotzdem müsst ihr die Erfragen, ob sie permanent zugreifen darf.
Das ist ja echt spannend.
Da will ich sie ja direkt auf irgendeinem Wegwerft-Telefon installieren.
Mal gucken, man hat wahrscheinlich andere gemacht.
Ich möchte mir dafür jetzt nicht ein Ticket kaufen, das ist ganz schön teuer.
Du kriegst ja eh keins mehr.
Aber das ist halt so eine ziemliche Schweinerei an der Stelle, weil du bist ja quasi gezwungen, diese App zu benutzen.
Also, wenn du ins Stadion willst, dann bist du gezwungen, diese App zu nutzen und es gibt keinen Weg dran vorbei.
Also insofern, das ist eine Riesenschweinerei an der Stelle.
Aus meiner Sicht Sicherheit, Sicherheit, Erwägung auf der einen Seite, ja okay, aber es ist halt einfach ein massiver Eingriff in die Privatsphäre.
Wenn halt irgendwie mein Standort und sei ja noch so anonymisiert geteilt wird mit Hinsicherheitsbehörden, das ist halt so.
So was von 1984, das geht halt einfach nicht.
Das ist ja auch so die Frage, ob du daraus schließen kannst, weil es viele Leute an einem Ort sind und die schicken die Polizei hin.
Ob da halt wirklich keine Ahnung, ob eine Massenschlägerei ist oder ob die sich einfach nur in den Armen liegen und Fußball wiedergrönen.
Wir hatten es ja von der Bahn, das ist ja schon so, dass die Bahn darauf reagiert, wenn irgendwo Fußballspiele sind, indem sie zum Beispiel aufpassen, dass sich die Züge mit denen...
Also wie war das, wenn jetzt hier irgendwie keine Ahnung, Hamburg gegen München spielt in München, dann wissen sie schon, hier werden sich Züge treffen, die potenziell gegnerische Mannschaften an Bord haben.
Und dann wird schon zugesehen, dass einen Zug zu spät kommt und eben dass die beiden nicht gleichzeitig im Bahnhof landen.
Das ist ja so krass, oder?
Ja, und das ist ja auch dann immer die Situation, der dann sehr, sehr, sehr viel Bundespolizei am Bahnsteig steht.
Also kann mir schon vorstellen, dass das unter Umständen helfen könnte, aber ja, ist das ein gerechtfertigter Eingriff in die Privatsphäre?
Also derart schwierig, schwierig.
Genau, also man kann da die Verhältnismäßigkeit durchaus mal mit einem sehr großen Fragezeichen auf jeden Fall versehen.
Also bei sowas ist ja auch immer die Frage, kann man das nicht vielleicht auch anders lösen?
Weil wie gesagt, also live den Standort an Sicherheitsbehörden weiterzugeben, ist halt ein massiver Eingriff einfach in die Privatsphäre, egal wie anonymisiert oder nicht da irgendeinen Standort irgendwie ist.
Jo, wollen wir noch weitermachen mit Schweinereien der UEFA?
Hast du was?
Ja, mehr Schweinereien.
Ja, und zwar hat, gibt es bei "Frag den Staat" ein sehr unterstützenswertes Portal zum Thema Informationsfreiheit und Co.
Gibt es einen schönen Artikel darüber, was sich die UEFA alles so hat einräumen lassen von den sogenannten Host-Cities, also von den ausrichtenden Städten, also die quasi die EM ausrichten.
Also da gibt es jede Menge Sachen, also ich meine, es fängt schon damit an, dass die UEFA steuerlich entlastet wird.
Also trotz Milliardenumsatz gibt es Steuervergünstigungen für die UEFA in unbekannter Höhe.
Also da will sich die Bundesregierung, insbesondere das Bundesfinanzministerium, hült sich da ins Schweigen.
Es wird zwar gesagt irgendwie in der Bundespressekonferenz "Ja", aber es ist ja auch irgendwie ein wirtschaftlicher Faktor und andere Länder, die von in Europa machen das ja auch.
So eine gewisse Steuererleichterung, aber man darf halt schon mal infrage stellen.
Also die UEFA beteiligt sich halt nicht an, wir sprachen gerade über die ganzen Sicherheitsgeschichten, da beteiligt sie sich halt nicht daran, da irgendwie für Polizei-Aufgebot mitzubezahlen und kriegt dann noch Steuervergünstigungen.
Also ich weiß nicht, mein Gerechtigkeitsempfinden ist auf jeden Fall tief berührt und außerdem ist das Versammlungsrecht im Umfeld der Stadien deutlich eingeschränkt.
Es gab so quasi Vorverkaufsrechte für gewisse Tickets für die Städte, dies das jenes, kann man sich alles so ein bisschen anschauen in den, fragt den Staat, in den Block, da gibt es auf jeden Fall ein paar Sachen dazu und auch entsprechende Dokumente, die frei bekommen wurden von den einzelnen Städten.
Und unter anderem gab es ja auch die Meldung, dass Bremen war so die einzige Stadt, die irgendwie so ein bisschen sich gewährt hat gegen diese Knebelverträge, die da mit den Hauszittis abgeschlossen wurden und ratet mal, welche Stadt als einzigen Nichtausricht von der EM wurde.
Bremen.
Ja, ah, Mensch, zu einfach.
Also das ist, man kann ja viel schimpfen auf so Kapitalismus und so, aber also...
Machen wir.
Also das ist auf jeden Fall mal ein sehr schönes, also sehr unschönes Beispiel auf jeden Fall an der Stelle, wo es mal sehr konkret wird.
Wo wir gerade bei "Frag den Staat" sind, ich habe ja schon gesagt, die machen gute Arbeit, da gab es außerdem auch vor kurzem diese, da gab es ja vor kurzem auch diese Meldung rund um Bettina Stark-Watzinger, unsere Bundesbildungsministerin.
Die hat, also in deren Ministerium wurde ja mal laut darüber nachgedacht, inwiefern man Menschen, die sich, ich glaube, gegen die Räumung von Universitäten mit pro-Palestiner-Bezug geäußert haben, beziehungsweise auch für Meinungsfreiheit eingetreten sind, dass man, also es gab einen offenen Brief von Mitarbeitenden, von Hochschulen in Bezug auf die Räumung, ich glaube, hier an der FU Berlin, war es, glaube ich, und auf diesen Brief als Reaktion hat man mal im Bundesbildungsministerium mal darüber nachgedacht, unter anderem inwiefern man vielleicht mal Fördergelder prüfen sollte mindestens mal, was, ich sage mal so aus Sicht der Bildungs- und Meinungsfreiheit natürlich ein grob mal starkes Stück ist.
Und Frau Stark-Watzinger streitet bisher ab, irgendwas davon gewusst zu haben.
Es gibt bislang keine öffentlich verfügbaren Dokumente, was anderes belegen, aber es gibt den starken Verdacht, dass man über eine Chat-App namens, ich glaube, "Wire" heißt sie, dass man da vielleicht halt gewisse Absprachen getroffen hat.
Und da hat Fraktionsstaat jetzt erwirkt, dass vorerst keine Nachrichten dahingehend gelöscht werden dürfen.
Das hatten wir das schon mal auf EU-Ebene, dass irgendwie so was, genau so was gemacht wurde.
Und dann waren die Nachrichten aber doch komisch verloren gegangen.
Es kommt immer mal wieder vor, also auf EU-Ebene ging es da, glaube ich, um die Impfung, um die Absprachen mit Pfizer, insbesondere um die Höhe der Beträge.
Ja, ja, stimmt.
Spannend.
Mal gucken, was da rauskommt.
Selbst wenn nichts rauskommt, ist es immer ganz gut, wenn man so wenigstens mal versucht, um so ein bisschen im Dreck zu bühlen, dass sie nicht denken, dass man nicht denkt, hier geht alles ohne Folgen durch.
Na ja, was zum Glück ohne Folgen durchgeht, ist eine weitere Sache von Fraktionsstaat.
Nämlich die haben ja die NSU-Akten veröffentlicht oder ein Teil der NSU-Akten.
Und da gab es einen Ermittlungsverfahren gegen Fraktionsstaat.
Aber das wurde jetzt mittlerweile eingestellt.
Also auch da, das ist an der Stelle mal auch eine gute Nachricht.
Die guten Nachrichten.
Die guten Nachrichten zum Schluss.
Genau, wir nähern uns dem Ende unserer Chaosstunde.
Wir sollten darauf hinweisen, dass ihr uns wieder hören könnt.
Hier zur gleichen Uhrzeit, am zweiten Montag im August dann.
Das ist ja schon fast um meiniges.
Und ansonsten könnt ihr uns darauf wissen.
Es geht auch immer wieder hin, jeden Mittwoch.
Das ist also auch heute ab 19 Uhr.
Quatsch, habe ich Montag, Mittwoch.
Was ist denn hier?
Heute ist Montag.
Ja, aber man kann uns mittwochs um 19 Uhr im Chaos-Treff in der Machbar treffen.
Auch uns Moderatoren und Innen im Haus 5 im Freiland.
Das Freiland ist 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, also wirklich hier ganz nah dran.
Kommt gerne vorbei, wenn ihr aus der Region seid.
Und schaut euch das mal an.
Es wird viel genörtet und geredet und ein bisschen gekocht.
Und gelötet wird.
Und gelötet.
So, und ansonsten könnt ihr uns gerne Feedback hinterlassen an radio@ccc-p.org oder auf mastodonccc@caus.social.
Ja, weil?
Wollen wir noch was vergessen an Bürokratie?
Nö.
Dann spielen wir zum Abschluss noch ein bisschen Musik, bis uns der Freiland-Bot überschreibt.
Nee, der Frapo-Bot überschreibt.
Und zwar von Beat Mechanic Requiem for a Dream, wie immer unter einer CDU-Dizenz.
Oh Gott.
Ja, das hört sich anders an als man denkt.
Ich hoffe, weil das eigentliche Lied, was so heißt, das macht mir Albträume.
Viel Spaß gibt diesen Albträum.
Ja, der auch ein Film, der so heißt.
Ja, der macht mir auch Albträume.
Tschüss!