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Hallo und herzlich willkommen zu Chaos im Radio im Juli.
Wir sind heute hier wieder mit am Start und bei euch im Radio und an den anderen Empfangsgeräten, wie so schön heißt.
Und hier mit mir ist der Hannes.
Hallo, ich hin.
Und?
Hi, Rocks.
Ja, ja.
Muss ich ja hier sagen, das ist so schwierig, wenn wir nur zu zweit sind.
Ja, das ist...
Das ist ja da der Flow.
Ja, mit vier Leuten funktioniert es besser, das, ja, genau.
Ich bin der Cyroxx und damit sind wir heute auch schon vollzählig.
Grüße gehen raus.
Grüße gehen raus.
Verlohende Crew.
Sie sind nicht verloren, sie sind nur woanders.
Ah ja, stimmt ja.
So, nämlich.
So funktioniert das.
Genau, und wir werden euch heute ein paar Team vollstellen, die sich so über den letzten Monat angesammelt haben.
Um euch da so ein bisschen auf den aktuellen Stand zu bringen, was denn so los war in dieser Netzwelt, Welt, ja, im Fleischraum und im virtuellen Raum.
Das Fleischraum.
Ja, Meats-Based.
Haben wir schon gesagt, dass das hier Chaos ist, dass wir im Chaos sind?
Ich weiß gar nicht.
Chaos im Radio.
Chaos im Radio.
Ja, cool.
So muss da.
Genau, aber ich will ja eigentlich erst über die Fleischwelt sprechen.
Ja, da können wir mal mit Top Speed reinstarten.
Ja, sehr gut, genau.
Ich weiß auch gar nicht.
Naja, ich mag ja, ich glaube, ich mag ja Züge.
Meow, was?
Meow, meow, meow.
Es ist ja auch so ein, I like trains, ist ja glaube ich auch so ein bekanntes Meme unter den Digital Natives, oder diesen alt gewordenen Internetmenschen.
Genau, und kürzlich.
Ja, kommt ja von diesem ASDF-Movie.
Wer es nicht kennt, wer es nicht kennt, möge es sich bitte nachschauen.
Es kommt, es ist tatsächlich ein Meme.
ASDF, ASDF, ja, genau.
So, die Bahn.
Ich bin, ich bin regelmäßiger Reisender auf der VDE 8 Strecke, weil es jeder sofort was gemeint ist.
Das ist die, das ist die Verbindung zwischen Berlin und München unter anderem, da gehört noch mehr dazu.
Und das ist ja eine der Schnellfahrstrecke in Deutschland.
Also insbesondere der Abschnitt zwischen Halleleipzig und Erfurt.
Und dann nochmal zwischen Erfurt und, ich glaube, Nürnberg.
Da poltern die ICEs mit 300 km/h durch.
Und was ich mal ganz lustig finde, ist ja alles sehr deutschen, bürokratisch.
Und was da eigentlich los ist, die Strecken sind bis 330 km/h zugelassen.
Und die ICE 3 Neo Generation könnte das da theoretisch auch fahren, aber im Regelbetrieb werden nur 300 km/h gefahren.
Das reicht auch.
Ja, wir wollen ja auch mal ein bisschen sparen.
Also je schneller, desto besser bei Zügen, würde ich sagen.
Aber gut, liegt im Auge des Betrachters, okay, aber...
Aber, genau, aktuell fährt er, also ich glaube, jetzt sogar fährt wieder, seit vorgestern, fährt man wieder schnell.
Aber eine Zeit lang war jetzt, da waren da die ersten Renovierungen, das wurde ja vor 10 Jahren wurde diese Strecke eröffnet.
Und da wurden jetzt die Brücken kontrolliert und, weiß ich nicht, gewartet.
Deswegen ist der Zug wieder außen rumgefahren und dann merkt man ganz schmerzhaft, dass man von Berlin bis Erfurt auf einmal wieder 3 Stunden braucht und nicht 2.
Genau.
Und hier, kleine Side Note, irgendein paar Kraspalköpfer haben sich überlegt, in Bamberg könnte man mal ein Feuer unter einer Bahnbrücke legen.
Und das hat dann dazu geführt, dass diese Brücke nicht offensichtlich noch befahrbar war.
Deswegen wurden da erst ein paar Gutachter lang gerufen und die Bahn musste auch noch diese Brücke umfahren.
Und auf einmal gab es da 90 Minuten zusätzlich Verspätung.
Also wer letzte Woche nach München wollte von Berlin aus hat statt der zu erwartenden 4 Stunden eher 6 bis 7 Stunden gebraucht.
Wobei nach dem, was du dir zu beschrieben hast, dass nicht unbedingt in der Verantwortung der Bahn jetzt lag, nur dass es so war.
Genau.
Das ist auch nicht sehr einfach.
Auf jeden Fall.
Du wolltest aber, glaube ich, was anderes erzählen wahrscheinlich?
Genau, der lange, lange Vorweg, also das, was die Bahn gemacht hat, ist, weil sie diese Relation Leipzig-Erfurt sowieso gesperrt haben für die Brücken.
Haben sie die Chance genutzt und haben nochmal so eine Rekordfahrt draufgestellt.
Es gibt also einen speziellen ICE, der kommt noch aus der ersten Generation, wurde aber halt mit ganz viel Technologie vollgepackt, um theoretisch bis zu 440 km/h zu fahren.
Das ja schon ein Brett ist.
Der sieht also aus wie einer von den Ollen ICE-1, die man gar nicht mehr so oft sieht.
Und hat aber in der Regel nur ein Mittelwagen oder zwei, und da stehen halt ganz viele Geräte drin.
Und den haben sie auf die Strecke gesetzt und haben noch zusätzlich einen der geplanten 9, möglicherweise irgendwann mal ICE-5-Wagen dazwischen geklemmt.
Und der sollte zugelassen werden, nämlich bis 360.
Also das kann gut sein, dass wir irgendwann mal ICE bekommen, die 360 km/h fahren dürfen.
Und um damit der bis 360 zugelassen werden muss, muss er noch 10% mehr fahren.
Das heißt also, 400 km/h solltet er schaffen.
Und deswegen haben sie eben diesen ICE-S, der theoretisch bis zu 440 km/h fahren kann, auf die Leipziger Strecke gelassen und diesen Wagen dazwischen geklemmt und haben den mal 405 km/h fahren lassen.
Das ist für mich toll, ich vielleicht mag das für andere vielleicht nicht so, weil, und jetzt kommt es, der Rekord ist 407 km/h.
Aber nicht vom ICE?
Doch, und zwar jetzt hier totaler Übernörd, also vor diesem ICE-S gab es noch ein ICE-V und der ist schon mal 407 km/h gefahren.
Und der neue, auch schon 30 Jahre alte ICE-S, dieses Einhorn sozusagen, dieser Spezialzug könnte, wie gesagt, zwar 440 km/h fahren, ist aber nur 405 km/h gefahren wegen Gegenwind.
Also sie hätten natürlich trotzdem irgendwie noch länger, noch mehr Anlauf nehmen können, aber dann wird irgendwann die Strecke zu kurz und dann Gefahr verschäden und so weiter.
Genau, aber 405 km/h sei gefahren, das ist schon irgendwie toll, das finde ich.
Und was ich eben in dem Zusammenhang noch toller fand, ist, dass wir eventuell tatsächlich noch schnellere Züge bekommen irgendwann mal, falls die 330 km/h oder 300 km/h mal nicht reichen, kommen bei irgendwann mal vielleicht 360, wobei, wenn er regelmäßig Bahn fährt, wird Wissen daran scheitert es in der Regel nicht.
Genau, wenn denn die Infrastruktur stimmt, die ist mit den Gleisen, das ist ja mit, unter einem hochpolitischen Thema, wer kriegt wann, wie viel Geld dafür und wie lange dauert das eigentlich mit den Arbeiten, das ist ja gerade sehr im Fokus, dass überhaupt erst mal viele wieder in Stand gesetzt werden müssen.
Um das abzurunden, möchte ich noch eine Podcast-Empfehlung rauslassen.
Vom öffentlich-rechtlichen gibt es eine "Peurer fahren" Podcast, das ist so eine längere Recherche.
Da gab es vorher schon eine "Teurer wohnen" Recherche und jetzt "Teurer fahren".
Da versucht so ein Team von Journalistinnen dahinter zu kommen.
Wieso die Bahninfrastruktur eigentlich so kaputt ist und wann fing das an?
Da geht es auch in Länge um diese Relation Leipzig-Erfurt, da ist nämlich auch ganz viel Politik mit drin, dass es die gibt, das ist nicht unbedingt die sinnvollste Bahnstrecke Deutschlands, aber die teuerste.
Und die sind dann auch solche Geschichten auf den Grund gegangen, nämlich, ich hatte auch schon gesagt, dass die Bahn eben 90 Minuten umwegfahren musste, weil diese eine Brücke gebrannt hat, das gehört auch mit zu den Infrastrukturproblemen der aktuellen Zeit, dass eben viele solche Umfahrungsstrecken einfach abgebaut worden sind und es fehlt einfach an Toleranz und Redundanz im Bahnnetz.
Deswegen, einzelne Störungen können eben das ganze Netz stark beeinflussen und das ist Teil dieser Sparmaßnahmen, die auf über 20 Jahre sich so angesammelt haben, um die Bahn profitabel zu machen.
Dies war ein Höhenweis vom Pottstammer Podcast Kutscher.
Das ist echt schön.
Ja, das gefällt mir.
Genau, also gerne mal in den teurer fahren Podcast reinhören und dann Bahn-Content, Ende.
Gehen wir in die lustige Welt der Bits und Bytes, meinst du?
Ja, auf jeden Fall.
Gut, hier aus der Mottenkiste des Internets wieder aufgetaucht, Commodore.
Die Älteren unter uns können sich noch dran erinnern.
Commodore der C64 war so eines der Geräte, was viele Menschen über 30, deutlich über 30 vielleicht sogar als ersten Rechner hatten.
Ja, also deutlich über 30 meist, würde ich schon sagen.
Ja, doch, ja, stimmt, wahrscheinlich sogar über 40.
Ja, ja, ja, ja, ja, auf jeden Fall.
Also, ich hatte kein C64, ich hatte ein N64, aber das hat nur mit Commodore nichts zu tun.
Das gefällt mir gut.
Genau, der C64 war so eine Tastatur, sah sehr witzig aus, wo man dann, ich glaube, ein Fernseher irgendein wildes Kabel angeschlossen hat und dann gab es noch einen Kassettendeck, wo die Daten drauf waren.
Alles sehr witzig.
Genau, und man hat darauf auch Spiele gespielt damals und warum erzähle ich das alles?
Jetzt hat ein YouTuber, der so ein Retro-Youtuber hat die Marke Commodore gekauft.
Genau, und das erste Ding, was sie jetzt auf den Markt geworfen haben, ist der C64 Ultimate Something Something.
Das ist so ein bisschen, ich habe es mir noch nicht ganz angeschaut, wie das, was Nintendo eine Weile gemacht hat, genau, den N64 zum Beispiel.
Ich glaube, den gab es noch nicht als so Retro-Konsole, aber den Nintendo und den Super Nintendo, die gab es schon so als ...
Ach so, ja, okay, als so Mini-Konsole, aber ja genau, den C64 als Mini-Konsole, den gibt es auf jeden Fall schon.
In N oder C?
C.
Ach so, ich dachte, das wäre jetzt neu.
Also, ich hätte jetzt gesagt, seit einem Jahr oder so gibt es das bestimmt schon.
Ach was, okay, siehst du mal.
Das ist ja auch so ein Trend der Zeit, diese Ollen-Geräte mit HDMI wieder auf den Markt zu bringen und das bereitet ja vielen Leuten sehr viel Freude.
Ist ja auch gut.
Ich sehe hier gerade ein Video von vor sieben Jahren.
Also, vielleicht ist das schon, auch das schon wieder älter als wir denken.
Die Zeit verrinnt und mit Corona noch mal ein bisschen mehr.
Genau, irgendwie in dem Zusammenhang fand ich halt sehr lustig, dass einerseits Komodore immer noch da ist und zum anderen wie gesagt, dass YouTuber sich für den kaufen.
Also, sehr schön oder Marken in dem Fall.
Ich glaube, er hat ja nicht vorhin gekauft, sondern die Marke.
Er sprach allerdings von einem niedrigen, siebenstelligen Betrag für den ...
Ja, es ist schon ...
Also, YouTube ist schon auch serious, ne?
Ein bis zwei Millionen, also irgendwie ist ja durchaus ...
Also, wie ist jetzt von mir so spekuliert anhand von niedriger, siebenstelliger Betrag, aber ein, zwei, drei Millionen hat man schon durchaus mal in der Kasse, wenn man ...
Ja, wenn man ...
Wenn man sich gerade mal eine alte Computermarke kaufen will.
Ja, das ist ...
Wo ist man schon mal als Sparschwein aufmachen?
Ist für manche erreichbar, aber ...
Ja, ich meine, man könnte das ja auch zum Beispiel machen, wenn man auf seinem alten C64 noch die Bitcoin Wallet von 2010 findet.
Oh, ja?
Da findet man dann auch kleine siebenstellige Beträge, glaube ich.
Ja, wenn das reicht.
Das war genau der Übergang ins nächste Thema.
Wir als Beobachter der digitalen Sphäre haben natürlich auch mitbekommen, dass irgendjemand 80.000 Bitcoin aus den ersten Tagen ...
...
von einer Wallet in der andere geschoben hat.
Und ich muss jetzt hier gucken.
80.000 Bitcoin.
Sind ungefähr 100.000 Euro, also doch gar nicht so viel, wie ich dachte.
Aber ...
Pro Bitcoin?
Ach so.
Nee, schon umgerechnet.
Nee, nee.
Was?
Ein Bitcoin ist, glaube ich, 100.000 Euro.
Ach so?
Ah ja, ja, ja, man müsste das Ergebnis mal lesen können.
Vielleicht sind es doch auch ...
Vielleicht ist doch auch viel.
Vielleicht ist doch auch viel.
Kann man ein paar ...
8 Milliarden.
Kann man ein paar Kommodoris von kaufen.
Ja, ich glaube, es war also 8 Milliarden.
8,6 Milliarden Dollar angeblich.
Ja, okay.
Bitcoin-Kurs.
Nur kurze Zeit.
Oh Gott, haben wir ein Bitcoin-Kurs sucht.
Ja, genau.
100.000 Euro.
Und 380.000 zerkleckerte.
Also gerade ist es so viel.
So, genau.
Ich weiß nicht, haben wir bestimmt schon mal Bitcoin geredet.
Dass dieser ominöse Bitcoin-Erfinder, also der das Paper veröffentlicht hat, damals Satoshi Nakaamoto, heißt er, glaube ich.
Also Satoshi genannt.
Der ist ja nie aufgekommen.
Wer das eigentlich ist, gab immer mal wieder Spekulationen und hier wieder einen vorgeführt und da.
Aber so richtig klar ist, dass nicht wer das ist.
Und da gab es natürlich auch ganz viele Leute, die überhauptet haben, sie werden es und waren es dann doch nicht.
Und dadurch, dass aber am Anfang ja Bitcoins nischtwert waren, also irgendwie ein Cent oder so, gab es halt Menschen, die haben viele Bitcoins gehabt für ...
Ja, da war das Mining ja auch noch ganz anders.
Da konntest du halt mit weniger Aufwand halt einfach mal so ein paar Bitcoins schürfen.
Ich habe ja auch irgendwie meine acht Bitcoins gehabt um 2011 rum, weil ich halt irgendwie das als Last benutzt habe.
Also während ich das gemacht habe, was ich eigentlich im Rahmen meiner Forschungsarbeit getestet habe, musste ich irgendwie Last auf meinem Rechner erzeugen.
Sonst berechnet man Primzahlen oder so.
Und ich habe damals einfach irgendwelche Bitcoin-Meiner laufen lassen.
So, 800.000 Euro später habe ich dann zwar meine Forschungsergebnisse gehabt, aber diese Wallet gelöscht, weil ...
Was soll ich auch mit acht Bitcoins haben?
Die sind ja nichts wert.
Cent wert, genau.
Glücklicherweise bin ich mental stabil genug, um nicht anzufangen, irgendwelche Schrottplätze umzuroden, um meine alten Festplatten wiederzufinden.
Es waren ja auch nur acht Bitcoins, also dafür macht man das auch nicht.
Für 80.000 hingegen könnte man verrückt werden und komische Dinge machen.
Nee, aber das einfach nicht machen.
Genau, hier wieder wie immer der Hinweis.
Bitcoin ist halt nicht moment nicht irgendwie anonym oder so, sondern sozusagen pseudonym.
Also man kann ganz gut nachverfolgen, was da passiert.
Deswegen weiß man das, dass 80.000 Bitcoins hin und her geschoben worden sind.
Man weiß halt nicht, wem sie gehören, solange sie nicht die echte Welt berühren.
Also erst wenn es jemand umtauscht in echtes Geld, kommt man dann dahinter, wem es eigentlich gehört.
Ja, Bitcoin halt.
Ja, aber genau, also es ist ein bisschen Mysterium wär das.
Oder vor allem auch, warum diese ewig alten Bitcoins, die seit teilweise 14 Jahren nicht mehr angefasst wurden, warum die da jetzt plötzlich bewegt wurden.
Und auch noch so ein bisschen die Vermutung, dass das ein Update ist sozusagen, weil halt diese Wallets, in denen die Lagen auch schon 14 Jahre alt waren und da noch ein paar andere Regeln für so Wallet-Generierung galten.
Also das ist ja wie wenn man so, weiß ich, wer sich mal mit Public Keys und so'n Kram beschäftigt hat, die hat man ja früher mit deutlich geringerer Sicherheit erzeugt, also mit weniger Bits.
Und ich glaube so was ähnliches war bei den Wallets auch, so dass jemand halt mal frische Wallets eingelegt hat, um einfach ein bisschen mehr Sicherheit vielleicht zu erreichen.
Oder falls irgendjemand mal das Protokoll so weit verändert, dass die alten Wallets nicht mehr funktionieren, irgendwie sowas.
Also das ist ja keine Vermutung.
Du willst ja keine Löcher in deiner Geldbörse haben, dass das dann rauskommt.
Nicht dass da mal so ein paar Milliarden rausfallen, versehentlich.
Ja, oder es fällt mal Geld ganz bewusst irgendwie runter oder beiseite.
Soll ja auch passieren, dass das bei so Geschichten die Bitcoins oder andere Kryptowährung enthalten.
Dass das Teil des Systems ist, dass da Geld dann irgendwo hin wandert, wenn du weißt, was ich meine.
Wie zum Beispiel bei so ransomware, kann das schon auch Teil des Systems sein, dass Geld nicht nur dahin wandert, wo man denkt, dass es hin wandert, nämlich so Lösegeld.
Gibt da ja auch zum Beispiel einen schönen Vortrag oder glaube ich sogar Vortragsreihe von unter anderem Linus, Linuziffer.
Zum Thema, was sollte man alles tun oder was sollte man vielleicht nicht tun, wenn du in deiner Firma eine ransomware hast und jetzt irgendjemand anklopft und sagt so, guten Tag, wir haben ihre Daten verschlüsselt.
Wir können die auch wieder entschlüsseln, kostet nur einen kleinen Betrag, vielleicht auch ein bisschen etwas größeren.
Und was man zum Beispiel nicht machen sollte und alles dafür tun sollte, das nicht zu tun, zum Beispiel entsprechende Sicherungsmaßnahmen treffen, was man zum Beispiel nicht machen sollte, ist Lösegeld bezahlen.
Das ist eine ganz schlechte Idee.
Und wie sich jetzt erst neulich wieder gezeigt hat, das ist auch deswegen...
Extra schlecht.
Genau, das ist auch deswegen eine schlechte Idee, weil wo Geld fließt, gibt es auch Begehrlichkeiten und so fand sich jetzt neulich ein Mitarbeiter einer Securityfirma wieder, der Teil dieser Lösegeldverhandlung war.
Der soll nämlich Provisionen bekommen haben von den Hackern für seine Arbeit.
Ich möchte übrigens sowohl Securityfirma als auch Hacker hier in Anführungszeichen geschrieben haben.
Das ist ja auch so schlimm, dass das so ein eigener Industrie zweit geworden ist.
So irgendwie Lösegeldverhandlungen für Datenentschlüsselung und so mit Support Hotlines.
Achso, auch bei den entsprechenden ransomware-Gruppen, dass es da dieses Hotline gibt?
Ja, sie sind irgendwie hochprofessionell und haben halt super Support und so.
Aber es sind halt einfach Verbrecher, aber wie die ganzen so grauen Verbrecher sagen wir mal so, es gibt ja auch in der illegalen Geschäftswelt irgendwie so dubiose Praktiken, die dann professionell daherkommen, aber da ist halt gar nichts mehr grau bei Lösegeldverhandlungen.
Trotzdem machen die eben auch irgendwie so einen professionellen Anschein und Support Hotlines.
Sind ja auch professionell das, was sie tun, aber trotzdem verwerflich.
Aber schon professionell, ja.
Genau, und daneben dieses Securityfirma, wie es du hier genannt hast, das sind ja eigentlich so die Retter in der Not, die man anrufen kann, wenn man in so einen Lösegeldgedöns reingegangen ist.
Und die machen technisch halt gar nichts, die machen eben nur so Verhandlungen.
Und es ist natürlich klar, dass die nächste Idee ist, warum soll ich das verhandeln, wenn ich auch einfach gleich einen kleinen Rahmenvertrag mit den Bösewichten machen kann.
Und dann kriegen Kunden meiner Firma 20% Rabatt auf ihre Lösegeldforderungen und dann kriege ich aber noch 5% davon.
Das ist alles so traurig und so absurd, aber so läuft das offensichtlich.
Aber ich meine, so kann man sich absichern, dass Lösegeld halt fließt, also ich meine...
Ja, ich weiß, da gibt es auch regelmäßig Studien, wie viele Krankenhäuser und so weiter, in Deutschland halt dann doch Lösegeld gezahlt haben, weil das die schnellste Variante war.
Aber ja, es ist leider das halt dem Ganzen erst seine Daseinsberechtigung.
Ja, furchtbar, furchtbar.
Also das tut alles dafür, dass ihr kein Lösegeld bezahlen müsst.
Das spart euch viel Ärger.
Ja, es kostet vielleicht ein bisschen Geld für Menschen und für Material, um das hinzukriegen und auch so ein bisschen Backups anzulegen und andere Sicherungsmaßnahmen, dass man da gar nicht erst reinkommt, aber es lohnt sich.
Genau, und der andere Pro-Tipp ist, viele dieser Kryptoschnulli, also viele dieser Verschlüsselungstools werden dann doch relativ zügig geknackt.
Und es kann sich auch einfach lohnen, die verschlüsselten Daten aufzuheben und nach einem Monat oder so kann es halt sein, dass es dann das Entschlüsselungstool gibt, ohne dass man das Lösegeld bezahlt hat.
Meistens ist es ein Monat lang.
Aber was einen trotzdem gerade als Unternehmen oder auch kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser nicht davor schützt, vor der Verantwortung, dass man vielleicht ein bisschen die Alltie nachschärfen sollte.
Gut, aber kommen wir doch mal zu was Schönem, würde ich sagen, und zwar ein bisschen Musik vielleicht.
Ach so, ja.
Herr Kapellmeister?
Herr Kapellmeister.
Wir wollten, wir haben ja umgestellt, weil jetzt ist ja noch hell, das heißt jetzt machen wir richtig, richtig Power.
Wir haben immer aus dem Free Music Archive was zusammengestellt und weil der Cyroxx abends immer so richtig aufblüht.
Zeitig wären wir richtig.
Haben wir Musik herausgesucht und zwar von Amarenth hatten wir hier noch nie ein Titel namens "Stands Away" wie immer "Creative Commons" Musik, damit wir das hier auch spielen können und dann gehen wir jetzt ein bisschen vorwärts, machen gut Stimmung und hören uns in knapp vier Minuten wieder, um weiter über traurige und auch vielleicht schöne Themen zu reden aus dem Digitalen.
Bis gleich.
Bis gleich.
[Musik] Da sind wir wieder.
Amarenth hat uns bespielt mit dem Titel "Dance Away" und wir sind aus dem Radio jeden zweiten Montag im Monat hier im Freien Radio Potsdam zu hören auf 90,7 MHz in Potsdam und 80,4 MHz in Berlin oder auf der B+ oder Fr-BB und 24/3.
Wenn ihr uns mögt, schreibt uns doch gerne eine Mail an Radio@ccc-p.org oder an Mastodonen@cccp@chaos.social oder kommt vorbei jeden Mittwoch in der Machbar in Potsdam, in Freiland.
Da hängen wir häufiger mal im Chaos-Treff ab.
Wenn ihr auch Lust habt, Radio zu machen, uns gehen so langsam die Radiomoderatoren aus, meldet euch.
Gerne und sprecht mit uns über die Schlimmen und die schönen Sachen der Digitalen Welt oder über Züge.
Cyroxx.
- Ja.
- Ist noch da?
- Bin noch da.
- Ist das hier nicht, dass ich irgendwann mal alleine unterhalter werde?
- Nein, nein, keine Sorge.
Du warst bloß gerade so im Redefluss, deswegen war doch nix.
- Haltet mich nicht auf.
- Ja, natürlich nicht.
Das wäre doch ein schlechtes Protokoll, wenn ich da dir einfach reingreden würde.
- Oh, schlechte Protokolle, ja.
Haben wir ja jede Menge im digitalen Bereich.
Genau.
Zum Beispiel denkt man manchmal, Bluthooth ist ja ein schlechtes Protokoll, weil da geht ja so viel Komisches drüber.
Das stünde vielleicht sogar, aber nicht so, wie ihr denkt.
Und zwar ging kürzlich wieder durch die Runde.
Oh, sogar fällt mir jetzt erst ein.
Gestern kam erst wieder ein Autos, lassen sich über Bluthooth hacken.
Da ging es vor allem so um moderne E-Autos von VW und so weiter, die man angeblich mit dem richtigen Pairing konnte man sonst was kaputt machen.
Und vor einer Weile noch viel, viel, viel schlimmer hat sich rausgestellt, dass ganz viele so true wireless Kopfhörer hackbar sind und man mit den richtigen kleinen Geräten, die sozusagen als Wanzen benutzen konnte.
Also man kann die einfach in den Modus zuhören schalten und dann hat man, ja, hat einfach jede eine Wanze im Ohr.
Das klingt immer irgendwie so ganz schlimm, weil die leider unsere typischen Nachrichtenprotokolle ja das immer als Headline sehr stark verkürzen und sehr sensationsheischend aufbauschen.
In beiden Fällen war es nicht ganz so schlimm.
Das zum Beispiel dieses letzte, was ich gerade beschrieben habe, da musste man die Kopfhörer in den Modus bringen, indem sie zum Telefonieren gehen.
Und in der Regel kriegt man das schon mit, wenn die eigenen Kopfhörer auf einmal anfangen, so zu klingen, als würde telefoniert.
Vor allem hört man dann auch die Musik nicht mehr, wegen der man vermutlich die Kopfhörer im Ohr hat.
Genau, was mich aber an diesem ganzen Kram so bewegt hat, sagen wir mal so.
Das kommt halt immer so rüber, als wäre jetzt Bluetooth irgendwie total schlecht implementiert.
Und wer hat denn so was gemacht, dass das geht?
Und gerade in dem Fall war es aber eben wieder nicht Bluetooth an sich, sondern halt irgendein Hersteller, der gedacht hat, oh, aber hier um schöne Updates zu machen, mache ich mal noch diese Hintertür auf.
Und dann hat das eigentlich gar nichts mit Bluetooth zu tun.
Also speziell diese Lücke war eben so, dass man die Kopfhörer in diesen Modus bringen konnte, ohne sich vorher zu pären mit den Kopfhörern.
Und damit ist eigentlich dieses ganze Bluetooth-Protokoll umgang.
Aber weil das eben ein Hersteller mit den keine Ahnung billigsten Chips war, hat er das überall reingebaut.
Und zack, sieht das, ist das halt in Millionen von Geräten drin und gibt Bluetooth einen schlechten Namen.
Genau, das war das eine.
Und dann ist mir direkt da noch aufgefallen, das passiert halt häufiger.
Dass man so denkt, so boah, wie diese App hier, von der alle gesagt haben, die ist super sicher, die ist das ja gar nicht.
Wir hatten kürzlich aufgrund amerikanischer Politik immer mal wieder Signal, den Signal-Messenger in den Nachrichten.
Und ich glaube, glücklicherweise ist diese Nachricht so ein bisschen untergegangen.
Aber eine von den vielen Nachrichten war, dass man quasi die komplette Kommunikation einzelner Gruppen abhören konnte, weil die ja alles Signal benutzt haben.
So.
Und die Wirklichkeit war aber auch hier wieder deutlich anders.
Da konnte man nicht Signal abhören, sondern die Mitglieder der Regierung haben eben nicht Signal benutzt, sondern eine App namens TeleMessage, die so aussieht wie Signal und sich so verhält wie Signal, weil das ist ja Open Source.
Das heißt, jeder kann das kopieren und kann seine eigene App machen.
Und TeleMessage hat als Feature alle Nachrichten zu archivieren auf einem Cloud Service, was auch immer.
Und dazu wurde eben… Jetzt sagen noch immer, mehr Backups.
Genau, mehr Backups.
Und dazu wurde eben explizit nicht irgendwie Signal oder Signal eigene Funktionalitäts benutzt, sondern jemand hat halt wie so ein Sechstklässler bei der ersten Programmieraufgabe irgendwie die Nachrichten alle nochmal auf einem anderen Weg an einen Server geschickt.
Und um es richtig schlecht zu machen, stand dann im Source Code der App auch noch drin, wie das Passwort ist, um darauf zuzugreifen und alles wieder abzuholen.
Und so waren eben diese… Alle Nachrichten, die über diese App verschickt wurden, wie gesagt, nicht über Signal, sondern über TeleMessage, für jeden sichtbar eigentlich.
Also, Passwort geschützt, haha, aber das Passwort war halt bekannt.
Ja, also auch hier wieder, man in den Nachrichten stand dann irgendwie alle Signal Nachrichten abhörbar, aber das war eben nicht so.
Sondern da hat eben wieder jemand irgendwas dran gebastelt, genauso wie bei Bluetooth manchmal einfach irgendwas dran gebastelt wird.
Ja, aber das ist doch jetzt ein Feature, oder?
Also, damit sind die Sachen, die von Pete Hexert und Co.
geschrieben werden, sind damit quasi von vornherein schon Public Record, oder?
Also, sind schon öffentlich dokumentiert, oder?
Ich sehe das falsch.
Also, spannenderweise ist das… Moment, ganz kurz, hier ironie # einfügen.
Also, spannenderweise, glaube ich, gibt es genug, wie soll man sagen, genug rechtliche Richtlinien, zumindest innerhalb der EU, die sagen, hey, eigentlich ist ja alles, was so ein Abgeordneter sagt, oder so ein Regierungsbeamter sollte ja irgendwie Public sein.
Ich weiß nicht, ob jetzt die Kollegen in der amerikanischen Regierung auch dieser Meinung sind, aber sie haben… Es ist ja schön, dass sie sich trotzdem dran halten.
Transparenz.
Oh, ich sehe schon, wo du hin willst mit der Transparenz.
Was?
Achso, nein, nee, tatsächlich war das nicht mein Ansinn.
Mir ging es echt nur darum, gerade bei diesem Tele-Message, diesen Bug als Feature zu verkaufen.
Ja, auch das machen wir ja manchmal.
Genau, fallen die andere schlechte Protokolle ein?
Nee, also ich meine, du hast ja jetzt eigentlich nicht über schlechte Protokolle gesprochen.
Bluetooth ist manchmal ein bisschen nervig, ja okay, ein bisschen sehr, aber ansonsten.
Aber zu Transparenz und Standards fallen tatsächlich, fällt mir tatsächlich ein Thema ein.
Es gab ja mal eine Zeit, wo wir nicht alle Sachen nur gestreamt haben, und der eine oder andere ist ja vielleicht auch immer noch eher mit den physischen Musikmedien unterwegs.
Zum Beispiel CDs und Vinylplatten, und es gibt immer noch Musik auf CDs und dementsprechend gibt es da auch immer mal wieder so Sachen von "Lass uns doch mal so ein bisschen ein Gesamtkunstwerk daraus machen aus dieser CD und Dinge anders machen als alle anderen zuvor." Noch ein schöneres Bucklet, noch viel mehr, irgendwie so ein 3er, 5er, 6er, 7er CD Set, oder wir gestalten halt die CD einfach besonders schön, spannend, interessant.
Das dachte sich auch Lord bei ihrem neuesten Album, das da Virgin heißt, und hat einfach mal die CD Transparent herstellen lassen.
Bei Schallplatten gibt es das übrigens schon eine Weile, glaube ich.
Also so transparente Vinyl habe ich schon gesehen.
Es wäre sich so ein bisschen mit der Technologie auseinandersetzt, wie funktioniert so eine Schallplatte, da geht so eine Nadel drüber und tastet das ab.
Da kann man sich schon vorstellen, dass es eigentlich auch egal ist, welche Farbe die Platte hat.
Es gibt auch ganz viele bunte Platten und transparent, aber bei so einer CD, warte mal, wie funktionierten das, wie funktionierten so eine CD eigentlich?
Es ist ein optisches Medium, habe ich gehört.
Ist es vielleicht blöd, wenn man da durchgucken kann?
Weiß ich nicht, kommt drauf an.
Jedenfalls berichteten wohl eine ganze Reihe Käufer*innen davon, dass ihr CD-Player mit diesem Album nicht so ganz gut klarkommt.
Teilweise checken die Laufwerke noch nicht mal, dass da überhaupt eine CD eingelegt ist.
Klingt so ein bisschen danach als irgendwie blöd.
Irgendwie blöd.
Übrigens scheint das, ich weiß, ich habe nur so drüber geflogen.
Es scheint wohl vor allem ältere Geräte zu sein.
Es ist eine Vermutung, dass es vielleicht ältere Geräte eher sind.
Ich kann mir das richtig gut vorstellen, wie die Hersteller, an welcher Stelle das auch immer, ob das die CD-Pressfirma oder was auch immer, wie die das mit ihren brandneuen Geräten ausprobiert haben.
Und das funktionierte wunderbar.
Und dann haben sie sich gedacht, naja, also wer so heute CDs kauft, der hat sich bestimmt letztes Jahr erst ein CD-Abspielgerät gekauft.
Ja, es ist vermutlich nicht so.
Übrigens, du hast es ja schon angesprochen, Standard.
Da gibt es jetzt die ersten, die sagen, naja, das ist aber wahrscheinlich, darf man das gar nicht CD nennen, wenn das transparent ist, weil da steht wahrscheinlich irgendwo ein Standard drin, dass das eine gewisse Eigenschaften haben muss, um CD zu sein.
Ja, also es gibt halt diesen Redbook-Standard, also das ist tatsächlich irgendwie auch ein Buch, das mit einem roten Umschlag, wo halt drin steht, wo halt mal definiert wurde von den Herstellern, was hat so eine Audio-CD zu haben.
So von, ich glaube, sowohl den physischen Parametern, als auch was ist denn auf den Spuren dieser CD abzulegen und in welchem Format.
Genau, und da gibt es einige Stimmen, die sagen, naja, dagegen scheint es vermutlich zu verstoßen, weil eigentlich alle CDs und alle CD-Player, die so gebaut und hergestellt werden, sich ja eigentlich an diesem Redbook-Standard halten sollten.
Ja, die Lösung wäre natürlich irgendwie einfach gewesen, da noch eine echte CD beizulegen, um das Gesamtkunstwerk trotzdem irgendwie verkaufen zu können, aber da hat wahrscheinlich jemand gespart.
Na, ich bin gespannt, was da passiert.
Vielleicht gibt es nämlich nicht Aufkleber, also den runden alten selbstgebrannten CDs und CD-Roms.
Das wäre ja, ja stimmt, einfach was obendrauf kleben.
Oh, also richtig, oh, stimmt, es gab ja dieses Sticker in CD-Format, die man sich dann, die man auch bedruckt hat.
Und da kann man dann schön Lord Virgin drauf schreiben, noch irgendwo ein Typo rein basteln und das obendrauf kleben und dann geht die CD auch schön.
Natürlich mit Comic Sans, ist klar?
Ja, oh Gott, und direkt auf Kleineren zeigen, verticken die Aufkleber, die Lord Fix It Aufkleber.
Geschäftsidee Cyroxx, schnell lass uns, bevor wir die Folge veröffentlichen, millionen Schäfeln.
Sehr gut, mach mal.
Ich habe schon so viel zu tun.
Wollen wir mal hier kurz noch, weil wir gerade über Musik reden, würde ich gerne noch Musik einspielen, ich muss mir mal hier husten.
Dann spielen Sie doch mal Musik ein, um Ihren Husten zu überblenden.
Genau, bevor ich hier los huste, wir gehen in die Nacht, deswegen spielen wir jetzt einen Titel, der heißt Dance the Night Away 2.
Ich weiß, wo die Alz ist.
Von Beat Mechanic haben wir öfter mal, weil auch aus dem Free Music Archive auch Creative Commons Musik und dann hören wir uns in den knapp vier Minuten.
Bis gleich, tschüss.
Da sind wir wieder, ich habe meine dumme geölt, Wasser.
Wir können weiter über den Irrsinn im digitalen und echten Leben reden und über die schönen Sachen.
Ich will ja auch immer mal über die schönen Sachen reden.
Cyroxx, hast du auch was Schönes?
Ja, ich bin neulich in den Urlaub vergeist.
Wie machst du denn das geschrieben?
Hast du das jemanden geschrieben per E-Mail?
Nee, ich habe natürlich geschrieben, ich bin verreist, aber hörte davon, dass manche E-Mail-Anbieter, dass die da ganz komische Sachen draus machen, wenn man Dinge schreibt.
So, nämlich zum Beispiel auch bei TeeOnline, die haben nämlich jetzt festgestellt, nach offenbar längerem Suchen, warum in ihrem täglichen Newsletter Tagesanbruch, der zu den interessierten Menschen geht, warum da so komische Sachen drin stehen, ja, woran das denn liegt.
Manche Leute haben sich nämlich an TeeOnline gewendet und ihnen gesagt, also sag mal, sind eure Redakteure bunken?
Die haben sich dann an...
Ich bin geist.
Ja, ja, genau, und die haben dann entsprechend TeeOnline um Hilfe gebeten.
Warum ich das so komisch sage?
Das sind Referenzen ein bisschen an die tatsächlich vorgenommenen Fehlübersetzungen.
Was ist passiert?
Google hat offenbar ein schönes neues KI-Feature eingebaut, und zwar, dass man sich halt Mails automatisch übersetzen lassen kann.
Es ist ja ganz nett, so ein Babelfisch zu haben.
Ein Problem ist wohl aber, und das hat sich dann TeeOnline erst nach einer ganzen Zeit herausgestellt.
Das ist ein einem konkreten Mail-Anbieterlag, wo diese Übersetzungen passiert sind.
Der Text ist zwar deutsch, deswegen müsste Google das gar nicht übersetzen, dadurch, dass aber die Ausschmückung, so diese ganze Markup auf Englisch ist, und Google das übergewichtet, scheint es so zu sein, dass Google sich denkt, okay, ah, das ist wohl eine englische Mail, lasst das mal auf Deutsch übersetzen, obwohl der Text eigentlich schon auf Deutsch ist, und das führt zu einigen Fehlentwicklungen.
Manchmal sind es einfach nur einzelne Wörter, teilweise ist es aber wirklich auch einfach sinnentstellend.
Da wird dann halt der Etat, also so der Bundeshaushalt, durch den Staat ersetzt, weil er irgendwie meint, das wäre irgendwie französisch gewesen.
Oder das aber, und da wird es dann echt heikel, dass dann, gerade wenn es jetzt in den vergangenen Wochen um irgendwelche militärischen Angriffe geht, dass da einfach die Namen der Parteien geändert werden, da wird dann aus der israelischen Armee, wird dann die russische Armee, die irgendwelche Militäraktionen gemacht haben soll.
Und das ist dann so, also gerade für ein journalistisches Medium, wie T-Online dann zumal noch, ist es echt rufschädigend auch.
Also, deswegen, ja, bei T-Online gibt es einen längeren Artikel dazu, wie Google da fantasiert hat.
Darf ich eine Perle teilen?
Ja, darfst du.
Und zwar gab es im Tagesanbruch vom 29.07.
letzten Jahres.
Oh, ist schon eine ganze Weile, dass das falsch läuft.
Spannend.
Ging es kurz um Trump und der Text, der Originaltext lautet, er und seine Republikaner müssen sich nun auf eine 59-jährige schlagfertige Kämpferin einstellen und sie haben dafür ein Ass im Ärmel.
So, wir wissen, Gmail denkt, das sei Englisch und übersetzt es ins Deutsche.
Darum steht der Gmail-Version des Tagesanbruchs.
Er und seine Republikaner müssen sich nun auf eine 59-Jährige schlagfertige Kämpferin einstellen und sie haben dafür einen Arsch im Ärmel.
Mmh, yep, yep.
Ach, geil.
Stilblüten, mal nicht von Schüler*innen, sondern von der KI.
Nur weil sie denkt, ach, das ist doch bestimmt Englisch.
Ja, jedenfalls sehr unschön.
Bei "Tier Online" gibt es auch in diesem Artikel einen Hinweis, wie man das abstellen kann, dass man einfach Englisch nicht mehr übersetzen lässt, aber ja, überhaupt erst mal das rauszubekommen.
Es ist schon wild.
Ich habe mich ja vorhin schon bei dir drüber beschwert, dass mich das so irritiertes YouTube-Titel, also die Videotitel schon immer übersetzt werden und halt auch irgendwie so random, weil ich halt, wie viele Techies, halt manche Geräte sind halt auf Deutsch eingestellt, weil ich die so gekauft habe und manche Geräte, mein Telefon zum Beispiel, ist halt irgendwie, hat eine englische Spracheinstellung, weil ich das bevorzuge.
Und dann kommt halt, es sind halt diese extrem intelligenten Tools, das ist immer sehr verwirrt, welche Sprache ich jetzt eigentlich lesen will und ich bin dann auch verwirrt, welche Sprache mir da immer zugeschmissen wird, aber es ist halt ganz häufig so, dass ich dann irgendwie eigentlich deutsche Videos sehen will, auf denen auf einmal englische Untertitel angezeigt werden und der englische Titel und andersrum, beim englischen Video wird alles verdeutscht und es ist furchtbar.
Ja, also und wer ich viele Menschen, die zwischendurch mal im Ausland war, noch mir auch berichtet, dass es noch wilder wird, also ein befreundetes Ehepächen, die eine Weile in Finnland gelebt haben, haben halt immer wieder das Problem, dass Google Dinge auf einmal auf Finish übersetzt und sie wissen einfach nicht, woher es kommt, also man kann es einfach nicht abstellen.
Ja, stand dort halt.
Ja, also sie sind nicht mehr in Finnland schon lange nicht mehr, aber irgendwo hat sich das Gerät, eins der Geräte, das hat gemerkt, dass sie Finish bevorzugen.
Ja gut, aber das bild ich mir aber auch ein, dass wenn du mal an einem anderen Ort warst, dann mindestens mal in der Historie der nächsten, keine Ahnung, 30 Tage oder was, dann kriegst du dann schon auch noch, was weiß ich auch, andere Werbung, wenn du den Werbung siehst oder so, das passiert dann schon auch noch.
Aber ja, alles wird besser mit Google und KI und heute hatten wir die Lektion 273 davon.
Ja, aber wir lassen uns unser Internet und unsere Spielfreude nicht kaputt machen, nicht wahr?
Wir sind immer noch für gute Unterhaltung zu haben, zum Beispiel mit Videospielen.
Stopped destroying them.
Ja, was war denn da?
Wir haben da schon mal eine Weile drüber gesprochen, also ein Problem, was einem vermehrt begegnet, ist, dass diese ganzen Cloud Services und unter anderem auch Spiele, die man immer online spielt, nicht mehr funktionieren, wenn zum Beispiel die eigene Internetverbindung kaputt ist.
So, dann ist halt vielleicht, weiß ich nicht, vielleicht spielt man jeden Abend, irgendwie, keine Ahnung, online-Rollplayer-Game.
Da ist es irgendwie noch offensichtlich, dass es Internet braucht.
Aber gibt ja auch viele Spiele heutzutage, die eigentlich nur so einen online Aspekt haben, den man aber gar nicht benutzt, die gehen dann aber gar nicht, wenn die Internetverbindung gerade futscht ist.
Fängt ja schon damit an, dass es Singleplayer-Titel gibt, die eigentlich keine Onlineverbindung bräuchten unbedingt.
Genau, genau.
Und was es aber auch gibt, sind eben Spiele, die rein online sind.
Also, es gab wohl auch, Moment, jetzt muss ich hier nochmal nachschauen.
Es gab ein Spiel, ein Autorennspiel eigentlich, wo man nur in einer großen Onlinewelt mit ganz vielen anderen Spielern eben zusammen rumgefahren ist und irgendwelche Storylines da gelöst hat.
Wie heißt es?
So, jetzt muss ich mal kurz nachschauen, wie das hieß.
Jedenfalls werde ich hier nachschauen, nebenher.
Ist es eben so, "The Crew", "The Crew" hieß das, genau.
Also, das hat auch so ein Storyline-Modus, wo man irgendwie so fast in the furious-mäßig oder wie heißt das hier, "Gone in 60 Seconds" gab es mal noch so ein Film, wo man irgendwie Autos klaut.
Genau, und der Anbieter dieses Spiels war das Electronic Arts.
Ubisoft.
Wahrscheinlich auch eine große.
Da hat er irgendwann gesagt, ja, hier sind jetzt nur noch 1000 Player online, das lohnt sich nicht dafür, die Server zu betreiben, jetzt machen wir die aus.
So, und dann ist es halt so, dass Menschen, die ursprünglich mal damals, als es das noch gab, so eine Lizenz auf Lebenszeit gekauft haben, also einfach, da hast du ein Spiel gekauft, "The Crew" für, weiß ich nicht, 90 Euro und dann geht das irgendwann einfach nicht mehr, weil die die Server abgeschaltet haben.
Und ich glaube, dieses Spiel gibt bestimmt noch mehr, bei denen das passiert ist, aber bei diesem Spiel war es eben so, dass das so eine Initiative angestoßen hat, Petition, der gesagt hat, hey, wenn ihr Hersteller, wenn ihr eure Server abschalten wollt, dann müsst ihr den Code für diese Server oder die Server selber an irgendwie gemeinnützige Organisationen übergeben, die das dann weiter betreiben dürfen, so dass das Spiel eben weiter funktioniert.
Genau, und die Initiative "Stop Destroying Video Games" hat die nötige Anzahl an Unterschriften erreicht, deswegen muss das da jetzt ins Parlament, nehme ich an.
Die europäische Kommission, muss ich mit dem Thema befassen.
Genau, und dann gab es natürlich auch gleich die Lobby der Computerspielehersteller, die gesagt haben, ja, dann wird aber auch alles teurer, wenn ihr das jetzt so machen wollt.
Naja, das ist vielleicht so ein bisschen auch wie die Cookie-Banner-Geschichte, also irgendwann hat man jemand Cookie-Banner angeführt, in der Hoffnung, dass die Webseitenbetreiber weniger Cookies verwenden und stattdessen ist jetzt der Cookie-Banner überall, dann mal gucken.
Ja, aber das ist ja tatsächlich ein grassierendes Problem bei diesen Online-Titeln.
Und da war jetzt dieses Rennspiel nicht das Erste bei Weiten nicht, dass wenn dann der Hersteller mal meint, die Server nicht mehr betreiben zu wollen oder zu können und das aber oft genug gibt es ja dann doch noch eine ausreichend vitale Community in der Vergangenheit gab es da auf jeden Fall mehrere Beispiele, die sagen so, hey, ihr könnt uns das jetzt nicht her abschalten.
Ja, dass man wenigstens so als Ausweg, als Ausweich dann eben die Möglichkeit hat, dann betreiben wir halt irgendwie so einen eigenen kleinen Community-Server.
Aber das kannst du eben halt nur machen, wenn die Server Software in irgendeiner Form verfügbar ist.
Also genau die, also das Schöne an der Stelle ist ja, dass eben genau diese Communities dann sehr, wenn jemand halt irgendwie über 10 Jahre so ein Spiel spielt, ist ja in der Regel, sind sie in der Regel sehr mit dem Herzen dabei und können das gar nicht abwenden, wie jemand das abschaltet und dann werden die auch politisch aktiv.
Das müssen ja auch die Zeit, die sie jetzt nicht mehr mit Spielen verwenden können, weil das Spiel nicht mehr geht, müssen sie jetzt anders benutzen.
Naja, so, finden wir gut, glaube ich.
Ja, man kann auch noch bis Ende Juli mitzeichnen, auch wenn das Quorum schon erreicht ist, aber man kann noch bis Ende Juli mitzeichnen.
Und sind wir, glaube ich, auch schon wieder am Ende unserer Sendung angelangt?
Ja, das stimmt.
So schnell kann es gehen, so kurzweilig kann eine Stunde sein mit uns.
In diesem Sinne, genau, ihr hörtet Chaos im Radio immer am zweiten Montag im Monat von 21 bis 22 Uhr auf UKW unter 90,7 MHz und in Berlin unter 88,4 MHz und auf DRB+ unter FRBB und 24,3 MHz.
Genau, ja, und schreibt uns gerne an radio@ccc-p.org.
Wenn ihr Feedback habt, beziehungsweise aufmachst du dann @cccp@chaos.usche, da findet ihr uns.
Und dann würde ich sagen, verabschieden wir uns für heute.
Ja, wir senden noch Genesungswünsche an Phefer raus und hoffen, er blockt bald wieder.
Genau, bis dahin und tata!
Wir hören uns wieder im nächsten Monat, tschüss!