Stand: 07.10.2026. Nur geöffnete Quellen. Einschätzungen sind als solche markiert.
Geöffnet: DeckLink-SDK-Doku (sdk-doc.blackmagicdesign.com/decklink-sdk/, Seiten DeckLink Configuration ID, DeckLink Status ID, DeckLink Attribute ID) und die SDK-Header 12.0 (Kopie im OBS-Repository, nur zum Lesen und Kompilieren, nicht im Repo).
| Kennung | Art | Bedeutung (Doku) |
|---|---|---|
BMDDeckLinkHasReferenceInput |
Attribut, Flag | „True if the DeckLink device has a genlock reference source input connector.“ |
BMDDeckLinkSupportsFullFrameReferenceInputTimingOffset |
Attribut, Flag | „supports genlock offset adjustment wider than +/-511 pixels“ |
bmdDeckLinkStatusReferenceSignalLocked |
Status, Flag | „True if the reference input signal is locked.“ |
bmdDeckLinkStatusReferenceSignalMode |
Status, Int | „The detected reference input mode (BMDDisplayMode), available on devices which support reference input format detection.“ |
bmdDeckLinkStatusReferenceSignalFlags |
Status, Int | erkannte Referenz-Flags (BMDDeckLinkVideoStatusFlags: PsF, Dual-Stream-3D), ebenfalls nur mit Formaterkennung |
bmdDeckLinkConfigReferenceInputTimingOffset |
Konfiguration, Int | „Adjust genlock timing pixel offset … the supported range is between +/- half the count of total pixels in the video frame. Otherwise the supported range is +/-511.“ |
IDeckLinkOutput::GetReferenceStatus |
Methode | bmdReferenceLocked, bmdReferenceNotSupportedByHardware (Header) |
Ergebnis: Die API meldet, ob die Referenz anliegt und gelockt ist, welches Format erkannt wurde, und den eingestellten Genlock-Offset. Den gemessenen Zeitversatz zwischen Eingangssignal und Referenz liefert sie nicht. Eine Timing-Anzeige wie an Messgeräten lässt sich mit einer DeckLink also nicht ehrlich bauen.
- Tektronix (App Note „Master Sync and Master Clock Reference Timing within a Facility“, 20W-29582-0, 2013, geöffnet): Die Timing Display der WFM/WVR-Serien zeigt den Zeitversatz zwischen externer Referenz (Black Burst oder Tri-Level) und Eingang als Rechteck = ein Bild. Halbbildfehler erscheinen senkrecht, Zeilenfehler waagerecht, dazu Messwerte in Zeilen und µs. Tektronix nennt das Verfahren „proprietary“. Für SD-SDI wird 4,6 µs DAC-Verzögerung angesetzt, für HD-SDI 1,3 µs (Bezug SMPTE RP 168). Tri-Level ist der HD-Takt, Black Burst der von NTSC/PAL.
- Telestream PRISM (nur Suchergebnis, Seite nicht geöffnet): Die Timing Display vergleicht den Eingang mit Black Burst, Tri-Level oder PTP.
- Leader LV5600W (Spezifikation spec_lv5600w_7600w_e_v1.pdf, geöffnet): externer Referenzeingang „Tri-level sync or NTSC/PAL black burst signal (NTSC 10 field IDs are supported.)“; Funktion „phase difference display based on the phase of an external sync signal“ und Waveform des Referenzsignals. Die Phase kann um ±1 Takt schwanken, je nachdem, wann Signale angeschlossen werden.
- Helfer
lz-decklink --reference <n>: liest die Kennungen oben und gibt eine JSON-Zeile aus. Die Bridge stellt sie unter/api/decklink/reference?index=nbereit. - Panel „Referenz / Genlock“ zeigt Gerät, Referenz gelockt ja/nein, erkanntes Format und daraus abgeleitet Black Burst (SD) oder Tri-Level (HD), den eingestellten Offset mit Bereich, den Eingangsstatus und ausdrücklich: „Zeitversatz Eingang ↔ Referenz: liefert die DeckLink-API nicht“.
- Bildtakt gegen das ST-2059-1-Raster: Die Bridge stempelt jedes Bild eines Helfers (DeckLink, NDI) bei der Ankunft mit PTP-Zeit, und zwar mit der Systemuhr oder, wenn das Uhr-Panel PTP empfängt, mit dessen Offset-Schätzung. Sie bestimmt die Lage im Bildraster, die zirkuläre Streuung und die Drift in ppm (
server/phase.mjs).- Einschätzung: Die absolute Lage enthält die Übertragungs- und Treiberlatenz. Aussagekräftig sind Konstanz und Drift: Bei 0 ppm läuft die Quelle auf demselben Takt, bei einer Abweichung frei oder an einem anderen Takt.
- Die Streuung der Softwarezeitstempel liegt bei etwa 0,1–1 ms.
- Timecode: Der Helfer schickt je Bild den RP-188-Timecode (
TIME-Datensatz), die Bridge reicht ihn als{type:'tc'}weiter. Das Uhr-Panel vergleicht ihn mit LTC und Tageszeit. - Nicht gebaut: ein Timing-Display nach Tektronix-Art. Es fehlt der Messwert, und die Darstellung ist laut Tektronix ein proprietäres Verfahren. Ebenso keine Waveform des Referenzsignals, dafür hat eine DeckLink keinen Analogpfad.
- Phasenmessung mit echtem Datenstrom: NDI-Loopback auf dem Mac (eigener Testsender
lz-ndi --send-test, Runtime 6.3.2 nur entpackt). Ergebnis bei 25 fps: Lage stabil um 20–23 ms im 40-ms-Raster. Streuung 2–3 ms, an der Bridge allein gemessen; mit gleichzeitig laufendem headless Chrome auf dem ausgelasteten Rechner bis 10 ms. Dazu Sprünge über eine Viertel-Bildperiode (NDI liefert gebündelt). Die Anzeige meldet das als „Sprünge – Drift unsicher“ und behauptet keinen Lock. Die Werte gelten für diesen Software-Sender, nicht für eine Karte. - Phase, Streuung, Drift und Sprünge mit synthetischen Zeitreihen in vitest (0, +10, −25 ppm; 0,3 ms Jitter; ein Sprung von 15 ms).
Alles mit Hardware: keine DeckLink-Karte mit Referenzeingang im Test. Der Helfer ist auf macOS gegen die Header des SDK 12.0 kompiliert; der Release-Build nutzt das aktuelle SDK. Die Werte im Panel sind gegen Testdaten in derselben Form geprüft (vitest), nicht gegen eine Karte.